UNESCO-Projektschule Gymnasium mit Schülerheim Pegnitz

Gym-Bee for Diversity

„Gym-Bee for Diversity“ steht auf den Honiggläsern, die das 1958 gegründete Gymnasium Pegnitz mit dem Naturprodukt seiner Schulbienen befüllt hat. Diversität und Vielfalt beziehen sich hier jedoch nicht nur auf die Ökologie, sondern auch auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den kulturellen Reichtum in unserer Welt. So prägt das interkulturelle Lernen den schulischen Alltag der knapp 1000 Schülerinnen und Schüler.

Illustration UNESCO-Projektschulen

Fakten

  • Aufnahmejahr: 1993
  • Bundesland: Bayern
  • Schulform: Gymnasium
  • Webseite: www.gympeg.de

In der Welt zu Hause

Das Gymnasium mit Schülerheim Pegnitz ist seit 1993 anerkannte UNESCO-Projektschule und das einzige Gymnasium des Landkreises Bayreuth mit dieser Auszeichnung. Die Schule legt Wert auf individuelle Förderung, interkulturelles Lernen sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Durch verschiedene Initiativen und Projekte, wie dem jährlichen Ferienseminar für besonders begabte und engagierte Schüler, strahlt das Gymnasium als gutes Beispiel in die Region aus.

Schulische Leitlinien 

Individuelle Förderung, interkulturelles Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. 

Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt

Die UNESCO-Arbeit am Gymnasium Pegnitz erstreckt sich europaweit. Das Fundament bildet hier die seit mehreren Jahrzehnten aktive Austauscharbeit mit Partnerschulen, z. B. im englischen Blackburn, italienischen Assisi, französischem Guyancourt und Pringy, sowie tschechischem Slany. Die Teilnahme am Euregio Egrensis Programm ermöglicht es tschechischen Jugendlichen, Sprache und Gewohnheiten ihrer deutschen Nachbarn ein Jahr lang in Gastfamilien in und um Pegnitz kennenzulernen. Enge Kontakte wurden von einigen Lehrkräften auch zum afrikanischen Kontinent geknüpft. Die Verbindungen nach Namibia, Burundi und Mozambique werden durch Spenden und Besuche gepflegt.

Um verschiedene Kulturen zu erleben, muss man aber nicht unbedingt ins Ausland reisen. So setzt sich die Schule zum Beispiel für die Belange von Geflüchteten ein und führt gemeinsame Projekte mit ihnen durch. Die hierbei verwendeten Ansätze sind niedrigschwellig und effektiv. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Gym-Hoops: Das sind Hula-Hoop-Reifen aus Kaltwasserrohren, die durch Verbinder zusammengefügt und anschließend mit Tape-Bändern bunt beklebt werden. Seit 2015 treffen sich Schüler, Lehrkräfte, Geflüchtete und Engagierte des Unterstützerkreises Pegnitz e.V. einmal in der Woche, um miteinander zu kleben und zu wickeln, gemeinsam Musik zu hören und dabei in einem informellen Rahmen zwanglos in den Austausch zu treten.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das Gymnasium Pegnitz sieht das Thema Biodiversität als gute Möglichkeit, um die Bedeutung von nachhaltigem Handeln deutlich zu machen. Als neuestes Projekt gelten die Schulbienen, die sog. Gym-Bees. Die Zusammenarbeit mit einem regionalen Bio-Imker fördert nicht nur bei den Mitgliedern der UNESCO-AG die Einsicht, dass umweltbewusstes Handeln und Konsumverhalten eine wichtige Voraussetzung für den Schutz und die Bewahrung der natürlichen Umgebung darstellt. Durch den Erlös des verkauften Honigs können regionale, soziale Projekte unterstützt und die Gesellschaft in Pegnitz dadurch ein wenig bunter und vielfältiger gemacht werden.

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