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Porträtserie – O-Töne aus dem Welterbe

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth – Dr. Alexander Wiesneth

Der wirksame Schutz von Welterbestätten sowie die Vermittlung des Welterbegedankens und des außergewöhnlichen universellen Wertes des Welterbes sind nur mit dem engagierten Einsatz der Zuständigen vor Ort sowie auf regionaler und nationaler Ebene möglich. Erfahrene Koordinatoren, Manager, Referenten, Beauftragte und sogenannte Focal Points bilden mit ihren Teams das Herzstück der Aktivitäten an Kultur- und Naturerbestätten. Sie zeigen, dass Welterbe mehr ist als bauliche Substanz, gewachsene Landschaften oder Naturräume – Welterbe ist gelebtes Erbe und tägliche Arbeit.

Aus diesem Grund hat sich die Deutsche UNESCO-Kommission auf die Suche nach O-Tönen aus der vielseitigen Gemeinschaft der mit Welterbe betrauten Expertinnen und Experten in Deutschland begeben und ihnen vier Fragen zu ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und Wünschen gestellt. Diese Kurzinterviews werden im Rahmen einer Porträtserie vorgestellt.

Dr. Alexander Wiesneth

Dr. Alexander Wiesneth ist Referent bei der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und somit einer der Verantwortlichen für die Welterbestätte Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, welche 2012 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde.

Sehr geehrter Herr Dr. Wiesneth, seit wann betreuen Sie die Welterbestätte Markgräfliches Opernhaus Bayreuth und welchen Hintergrund bringen Sie mit?

Seit 2009 bin ich als Projektverantwortlicher und Site Manager für den Nominierungsprozess des Markgräflichen Opernhauses verantwortlich, der glücklicherweise 2012 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Als ausgebildeter Architekt mit Schwerpunkt in der Denkmalpflege und der historischen Bauforschung konnte und kann ich meine Fachexpertise sowohl während der aufwendigen Arbeiten für die Erstellung des Welterbeantrags als auch aktuell und künftig für das laufende Management sehr gut einbringen.

Bei welcher Einrichtung ist das Management Ihrer Welterbestätte angesiedelt, und was sind Ihre Hauptaufgaben?

Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen in Vertretung des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat betreut und befindet sich im Besitz des Freistaats Bayern. Als Referent der Bauabteilung dieser Fachbehörde bin ich für allgemeine Denkmalbelange, Baudokumentation, Bauforschung und alle UNESCO-Belange der im der Obhut der Bayerischen Schlösserverwaltung befindlichen Objekte zuständig.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung bei Ihrer Arbeit?

Die langfristige Betreuung einer UNESCO-Liegenschaft auf hohem denkmalpflegerischem Niveau erfordert interdisziplinäre, intensive Zusammenarbeit auf den verschiedensten Ebenen, die nur durch gut funktionierende und auch ausreichend ausgestattete fachbehördliche Strukturen möglich ist. Hiervon alle Verantwortlichen und insbesondere auch die Öffentlichkeit weiterhin erfolgreich in Zukunft zu überzeugen und mitzunehmen, ist unsere fundamentale Aufgabe und erfordert unser größtes Engagement.

Wie arbeiten Sie mit anderen Welterbestätten zusammen, und was würden Sie gerne einmal mit anderen Welterbestätten – oder auch Biosphärenreservaten oder Geoparks – gemeinsam machen?

In Bayern tauschen sich alle Welterbestätten untereinander in jährlichen Treffen unter der Führung des Bayerischen Wissenschaftsministeriums regelmäßig aus, was uns Site Managern schon viele wichtige Anregungen und gegenseitige Hilfestellungen gebracht hat. Das Thema Energiewende mit den – gerade für unsere noch intakte Umwelt – absehbaren Eingriffen durch Windanlagen und Solarparks wäre gerade im Hinblick auf den langfristigen Schutz von Natur- und Geoparks, aber auch für unsere aktuelle Nominierung der Bayerischen Königsschlösser Ludwigs II., auf Bundes- oder gar internationaler Ebene zu diskutieren, um künftig sinnvolle Lösungen und mögliche Eingrenzungen für alle Beteiligten zu finden.

Zur Porträtserie

(Artikel erstellt am 13. Februar 2017)

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