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Dezember 2009

UNESCO-Weltkonferenz über Erwachsenenbildung

DUK-Präsident Hirche eröffnet CONFINTEA in Brasilien

Die sechste UNESCO-Weltkonferenz über Erwachsenenbildung (CONFINTEA VI) stand unter dem Titel "Leben und Lernen für eine lebenswerte Zukunft – die Kraft der Erwachsenenbildung". Walter Hirche, Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, hat die viertägige Weltkonferenz am 1. Dezember 2009 in Belém, Brasilien, eröffnet.

Walter Hirche bei der Eröffnung der UNESCO-Weltkonferenz
© CONFINTEA VI / MEC

In seiner Eröffnungsrede betonte Walter Hirche, wie bedeutsam es für moderne Gesellschaften ist, Menschen aller Altersstufen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden. Gerade in Anbetracht der globalen Wirtschaftskrise und der damit verbundenen sozialen Herausforderungen seien Investitionen in die Bildung existenziell wichtig.

UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova hob die Bedeutung der Erwachsenenbildung für die weltweite Entwicklung hervor. Ziel der CONFINTEA sei es, stärkeren politischen Rückhalt für die Erwachsenenbildung zu gewinnen und konkrete Empfehlungen zu entwickeln, damit Erwachsenenbildung mehr Menschen erreiche.

Prinzessin Laurentien und UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova
© UNESCO / Björn Otte

Rund 1500 Bildungsexperten, darunter Regierungsvertreter aus 156 Staaten, Vertreter internationaler Organisationen, der Zivilgesellschaft und des Privatsektors, haben an der Weltkonferenz vom 1. bis 4. Dezember in Belém teilgenommen.

An der Eröffnungsfeier nahmen der ehemalige Präsident von Mali, Alpha Oumar Konaré, und Prinzessin Laurentien der Niederlande, UNESCO-Botschafterin für Alphabetisierung, teil. Der brasilianische Bildungsminister Fernando Haddad wurde zum Konferenzpräsidenten gewählt.

Weltbericht über Erwachsenenbildung

Im Mittelpunkt der Debatten stand die Frage, wie Erwachsenenbildung zur nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung beitragen kann. Die CONFINTEA präsentierte Best-Practice-Beispiele und stellte Konzepte für die Zukunft vor. Diskutiert wurde ein konkreter Handlungsrahmen, wie das Ziel des lebenslangen Lernens für alle Menschen verwirklicht werden kann.

Erstmals ist ein Weltbericht über Erwachsenenbildung (GRALE) präsentiert worden. Dieser wurde anhand der Ergebnisse von 154 Staaten- und Regionalberichten erarbeitet. Der Bericht zeigt, dass in allen Regionen der Welt Strategien für Erwachsenenbildung entwickelt worden sind: Alphabetisierungsprogramme wurden auf den Weg gebracht, Informations- und Kommunikationstechnologien werden verstärkt genutzt. Allerdings verweist der Bericht auch auf weiterhin bestehende Defizite wie fehlende finanzielle Mittel. Die größten Herausforderungen werden nach wie vor in den geringen Teilnehmerzahlen und in mangelndem Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten gesehen.

Seit 1949 organisiert die UNESCO etwa alle zwölf Jahre eine Weltkonferenz über Erwachsenenbildung (Conférence Internationale sur l'Education des Adultes). Die letzte CONFINTEA fand 1997 in Hamburg statt. Sie gilt als bedeutende Konferenz für die Anerkennung von Erwachsenenbildung als integralem Bestandteil lebenslangen Lernens.

Website der CONFINTEA VI: www.unesco.org/en/confinteavi

Global Report on Adult Learning and Education (GRALE): ww.unesco.org/en/confinteavi/grale

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