Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Wissenschaftsethik - COMEST

© Gisela Giardino (Flickr CC)
Fulleren Molekül

Der Fortschritt in Forschung und Technik bringt nicht nur in den Lebenswissenschaften überlieferte Überzeugungen und Werte ins Wanken. In fast allen Disziplinen stellt der technische Fortschritt tief greifende Fragen an das menschliche Selbstbild und an unser Verhältnis zur Umwelt, zu unserer Geschichte und unserer Zukunft. Mit modernen Technologien wird der Planet in unbekannter Intensität umgestaltet. Beispiele sind der Klimawandel, die Verschmutzung der Weltmeere, geothermische Energiegewinnung, Kohlendioxid-Sequestrierung, Weltraumschrott und die Gewinnung von Rohstoffen.

Zugleich wandelt sich das Bild, das die Öffentlichkeit von der Wissenschaft hat, zum Beispiel durch verstärkte internationale Kooperation, durch Public-Private-Partnerships, durch größere Marktnähe vieler Forschung oder durch Reformen auf dem Feld der universitären Lehre.

Auf diese Entwicklungen reagierte die UNESCO 1998 mit der Gründung der Weltkommission für Ethik in Wissenschaft und Technologie (COMEST) und des Programms "Ethik in Wissenschaft und Technologie". COMEST soll die Strukturen, Prozesse und Produkte von Wissenschaft und Technologie aus ethischer Perspektive untersuchen und ethische Normen formulieren. Weitere Informationen zu COMEST.

Schwerpunkte der Arbeit der UNESCO sind Umweltethik, Verhaltenskodizes für Wissenschaftler, Ethik neuer Technologien und Ethikbildung. Weitere Informationen zu diesen Schwerpunkten.

Ein wichtiges UNESCO-Dokument zur Wissenschaftsethik ist die "Empfehlung zur Stellung der wissenschaftlichen Forscher" von 1974, die in deutscher Übersetzung verfügbar ist.