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Wissenschaftspolitik in Südosteuropa

Wissenschaft und Technologie (S&T) bleiben in vielen Staaten Südosteuropas aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das Bruttoinlandsprodukt der Staaten liegt bei 10 bis 30 Prozent des EU-Durchschnitts, die Arbeitslosenraten zählen zu den höchsten in Europa.

S&T-Reformen besitzen in Südosteuropa oft geringe Priorität, es fehlt an langfristig angelegten wissenschaftlichen Programmen, Universitäten haben kaum zureichende Qualitätssicherungssysteme. Seit Anfang der 1990er Jahre wandern viele Forscher aus (externer Brain Drain) oder suchen sich besser bezahlte Jobs in der Privatwirtschaft (interner Brain Drain). Nur wenige junge Menschen entscheiden sich für eine Karriere in der Wissenschaft. Da aber alle südosteuropäischen Länder langfristig den EU-Beitritt anstreben, müssen ihre jeweiligen S&T-Sektoren die politischen Zielvorgaben der EU-Lissabon-Strategie erfüllen, mit Zielvorgaben für den Anteil der Investitionen für S&T von 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Für das UNESCO-Büro in Venedig (BRESCE = Regional Bureau for Science and Culture in Europe) ist die Unterstützung des Reformprozesses von S&T in Südosteuropa seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit. BRESCE existiert seit den späten 1980er Jahren, es wird zur Hälfte von der italienischen Regierung finanziert. BRESCE legt regelmäßig Studien für Südosteuropa in der „UNESCO-Science Policy Series“ auf, in denen es die Entwicklung von S&T in diesen Staaten aufzeigt und Vorschläge für die Gestaltung der Wissenschaftspolitik vorlegt. BRESCE leistet vor allem einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Wissenschaftsstatistik in Südosteuropa. Dies ist Voraussetzung dafür, nationale Prioritäten zu identifizieren. Zuvor waren S&T-Datenerhebungen lückenhaft und unzureichend für effektive Politikformulierung. Grundlage der Studien sind regelmäßige Workshops mit Wissenschaftlern, Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Daneben organisiert BRESCE Besuche in Universitäten, Forschungseinrichtungen und Fachbibliotheken zur Sachstandserhebung.

Ausgangspunkt für diese Aktivitäten von BRESCE war eine Expertenkonferenz zum Thema Wiederaufbau der Wissenschaftskooperation in Südosteuropa im März 2001 in Venedig und ein Rundtisch der Wissenschaftsminister aus der Region in Paris im Oktober desselben Jahres. Der jüngste von BRESCE herausgegebene Band der „UNESCO-Science Policy Series“ erschien 2007 unter dem Titel „Why invest in Science in South East Europe?”.

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