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Geopark Schwäbische Alb

© Geopark Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alb ist sowohl Bestandteil des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes als auch der im Jura (vor 200 bis 135 Millionen Jahren) entstandenen Tafellandschaft zwischen Rhône und Franken. Begrenzt wird sie vom Schwarzwald im Südwesten, dem Neckar im Norden, dem Rieskrater im Osten und der Donau im Süden. Der Geopark erstreckt sich zwischen Aalen und Tuttlingen, in seinem Innern oder direkt angrenzend liegen die Städte Ulm, Tübingen, Göppingen, Reutlingen und Schwäbisch Gmünd. Mit Referenzen an noch ältere und auch jüngere Zeiten bietet der Geopark eine beeindruckende geologische und paläontologische Vielfalt – auch in ökologischer Hinsicht, dies ist mit ein Grund für die 2009 erfolgte Auszeichnung eines Teilgebiets des Geoparks als UNESCO-Biosphärenreservat.

© Geopark Schwäbische Alb

Erdgeschichtliche Abschnitte wie das Aalenium und das Pliensbachium sind nach Orten der Schwäbischen Alb benannt, die Stratigraphie des Jura, also die weltweite genutzte Untergliederung dieses Erdalters, wurde hier entwickelt. Hier ist die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer, hier trifft man auf weltbekannte Fossilienfundstätten wie Holzmaden, Dotternhausen und Nusplingen. Einige der ältesten Skulpturen und Musikinstrumente der Menschheitsgeschichte, etwa das Mammut oder das Elfenbeinpferdchen aus der Vogelherdhöhle und eine Flöte aus einem Schwanenknochen, stammen von hier. Die Karstlandschaft bietet Dolinen, Fossilienriffe, Karstquellen wie den Blautopf, und viele Höhlen. Als höhlenreichste Landschaft Deutschlands bot die Alb bereits den Tieren der Eiszeit besondere Lebensräume, die auch die steinzeitlichen Menschen für sich nutzten. Zur frühen Besiedelung der Schwäbischen Alb trugen auch die geologischen Rohstoffe (Jurahornsteine, Bohnerze) bei, die vom Menschen bereits sehr früh intensiv genutzt wurden. Vulkanismus im Miozän (vor 5 bis 23 Millionen Jahren) führte zu ausgeprägten Stotzen, Kratern und Maaren.

© Geopark Schwäbische Alb

Einmalige Entdeckungstouren führen in die schon von Jägern der Eiszeit bewohnten Tropfsteinhöhlen, zur Stelle, an der die Donau durch die Schwäbische Alb bricht oder zu den Museen mit ihren Saurierfossilien (wie den berühmten Ichthyosauriern in Holzmaden), Korallen oder Ammoniten. An Zeugen von Erosionsvorgängen aus jüngster Zeit, beispielsweise am Mössinger Bergrutsch oder an sich öffnenden Klüften, kann der Besucher nachvollziehen, dass die Schwäbische Alb noch immer in Bewegung ist und hier die Erdentwicklung „live“ beobachtet werden kann.

Der Geopark hat über zehn Infozentren mit Informationen über die Geologie der Alb, zu Vegetation und Tierwelt sowie den Steinzeitmenschen oder zum Meteoriteneinschlag auf der Alb. Mehrere Partner bieten Landschaftsführungen an.

  • Jahr der Anerkennung als Nationaler Geopark: 2002
  • Jahr der Anerkennung als Global Geopark: 2005 (2015 als UNESCO Global Geopark)
  • Fläche: 1.364 km2
  • Geologische Einheiten: Jura, tertiärer Vulkanismus, Einschlagskrater Steinheimer Becken, eiszeitliche Verkarstung (Höhlen usw.)
  • Landschaftsräume: Schwäbische Alb, Albvorland, oberes Donautal
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Verwaltung:
    GeoPark Schwäbische Alb
    Von der Osten Str. R 13 
    72525 Münsingen
    Tel: 07381 501 575
    Fax: 07381 501 277
    Email: info(at)geopark-alb.de
    Internet: www.geopark-alb.de

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