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Philosophie und Verständigung
in der pluralistischen Gesellschaft

Fachkonferenz für Bildungspraktiker, Philosophen und Bildungspolitiker

Flyer

Programm

Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

Zeit: 3. und 4. Mai 2013

Ort: Freie Universitär Berlin, Seminarzentrum,
Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin-Dahlem

Für wen?
Vertreter von Bildungsministerien, Schulbuchverlagen, Lehrerverbänden, Gewerkschaften und Medien, Philosophie-/Ethikdidaktiker der Universitäten, Lehrer/innen der Fächer Philosophie und Ethik, Studierende

Veranstalter:
Deutsche UNESCO-Kommission
Forum für Fachdidaktik der Philosophie und Ethik
Deutsche Gesellschaft für Philosophie
Fachverband Philosophie
Fachverband Ethik

Worum geht es?

"Die kulturelle Vielfalt kann nur dann geschützt und gefördert werden, wenn die Menschenrechte und Grundfreiheiten […] garantiert sind."
(Artikel 1, UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen)

Ein gelingendes Miteinander von Staaten, Gesellschaften, Gruppen innerhalb einer Gesellschaft und Individuen muss sowohl durch die Verbindlichkeit der Menschenrechte als auch durch die Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensstilen und Werten gekennzeichnet sein.

Philosophische Bildung sollte heute an sich selbst den Anspruch stellen, einen Beitrag zur notwendigen Balance zwischen Verbindlichkeit und Toleranz in der Gesellschaft zu leisten. Mit Hilfe von rationalem Dialog kann philosophische Bildung Orientierung in einer vielfältigen und oft widersprüchlichen Gesellschaft geben. Wie aber kann das gelingen und was vermag philosophische Orientierung wirklich zu leisten? Wie kann Verbindlichkeit im Zeitalter der Postmoderne reklamiert werden, wo sind Grenzen der Toleranz? Welche Schüler/innen und welche Eltern lassen sich (wie) erreichen? Welche methodischen und thematischen Zugänge sind möglich?

Aufklärung hört nie auf

Aufklärung und philosophische Bildungsarbeit sind Prozesse. Sie können nicht nachgelesen werden, sie müssen nachvollzogen werden. Selbstdenken ist eine  Herausforderung für alle Menschen, unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft. Die Errungenschaften der Aufklärung sind in jüngerer Zeit zum Gegenstand intensiver Debatten geworden – was zu begrüßen ist, da die Aufklärung ein permanenter Prozess der Selbstreflexivität ist. Kulturrelativisten werfen Verteidigern der Menschenrechte Eurozentrismus vor, den sie sogar in fundamentalistischer Form vertreten sehen. Verteidiger der Aufklärung verweisen auf den Unterschied zwischen historischer Genese und universalistischem Anspruch. Sie betonen zudem, dass ein übermäßiges Toleranzgebot gegenüber kulturellen Gruppen zur Folge haben kann, dass die Individualrechte der jeweiligen Gruppenmitglieder bedroht sind.

Die übermäßige Betonung der kulturellen Identität bedeutet Kulturalisierung, also ein Blick auf den Mitmenschen, in dem das Individuum und seine Rechte hinter den Attributen der kulturellen Gruppe verschwinden.

Was kann Philosophieunterricht leisten?

Wie kann Aufklärung in der konkreten Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern nachvollziehbar gemacht werden? Was ist zu tun, was zu lassen? Kann man durch das Philosophieren bzw. im Philosophieren das Zusammenleben in kultureller Vielfalt lernen? Die Konferenz wird einen facettenreichen Überblick bieten über die aktuelle Debatte und über die Behandlung des Themas im Philosophie- und Ethikunterricht.

Die Konferenz soll nicht die Debatte lösen. Stattdessen soll sie anhand von Praxisbeispielen aus dem Unterricht untermauern, dass und wie der Philosophie- und Ethikunterricht zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen, von Orientierung und ethischer Kompetenz für das Leben in unserer vielfältigen und auch komplexen Gesellschaft beitragen kann.

"Philosophie und Demokratie rufen uns dazu auf, dass wir uns unseres Urteilsvermögens bedienen, dass wir die für uns beste politische und gesellschaftliche Organisationsform wählen, dass wir selbst unsere Werte erkennen, kurz gesagt, dass wir in umfassender Weise das werden, was jeder von uns ist, nämlich ein freier Mensch."
(Federico Mayer, ehemaliger UNESCO-Generaldirektor
)

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