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Deutscher Menschenrechts-Filmpreis

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird seit 1998 alle zwei Jahre anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte Anfang Dezember verliehen. Er zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die engagiert und kritisch Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern oder der eigenen Region zum Thema machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der Menschenrechte in der Öffentlichkeit und in der Politik zu schärfen.

 
Engagierte Berichterstattung, sachkundige Dokumentation und mutige Kritik in den Medien sind Voraussetzung dafür, dass Regierungen und nichtstaatliche Akteure ihren Verpflichtungen zum Schutz und zur Achtung der Menschenrechte nachkommen. Der Hinweis auf schwere Menschenrechtsverstöße in anderen Ländern ist genauso wichtig, wie sich die Bedeutung der Menschenrechte im eigenen Alltag bewusst zu machen. Hierzu leisten die ausgezeichneten Filme einen wichtigen Beitrag.

Preiskategorien

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird in sechs Kategorien an Filmproduktionen verliehen, in denen das Thema Menschenrechte inhaltlich und filmisch besonders gut umgesetzt wird.

'Iran Elections' - Preisträger in der Kategorie Profi-Film 2010
© Deutscher Menschenrechts-Filmpreis

Profi-Film
Der Preis ermutigt professionelle Filmemacher/innen, sich mit dem Thema Menschenrechte auseinanderzusetzen. Er bestärkt TV-Journalistinnen und -Journalisten, ihren Bildungsauftrag und ihre Kontrollfunktion wahrzunehmen. Ziel ist es, den Stellenwert menschenrechtlicher Themen in den TV-Sendeanstalten aufzuwerten. Nicht nur private, sondern auch öffentlich-rechtliche Sender räumen solchen Beiträgen – wenn überhaupt – nur unattraktive Sendezeiten ein.

Amateur-Film
Besonders Jugendliche setzen sich immer wieder engagiert mit Menschenrechtsthemen auseinander. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ermutigt sie,eigene Filmprojekte zu menschenrechtlichen Themen zu realisieren. Ein Filmprojekt zu erarbeiten und sich gleichzeitig inhaltlich mit einem eher sperrig wirkenden Thema auseinander zu setzen, stärkt die Medienkompetenz von Jugendlichen.

Hochschul-Film
Seit 2006 wird ein Preis für Studenten von Filmhochschulen verliehen.

Kurzfilm
Seit 2008 wird ein Preis für professionelle Formate mit kurzer Laufzeit verliehen. Hierbei kann es sich um Kurzfilme oder Magazin-Beiträge mit menschenrechtlichem Fokus handeln.

Langfilm
Hier gibt es keine Begrenzung der Spiellänge, professionelle TV- und Kinoproduktionen aller Genres können berücksichtigt werden. Diese Kategorie ist 2014 erstmals vertreten.   

Bildungspreis
Für Filme, die sich besonders für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit eignen, wird gemeinsam mit dem FWU-Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht seit 2008 ein Bildungspreis ausgelobt. In dieser Kategorie ausgezeichnete Filme werden mit inhaltlichem und didaktischem Begleitmaterial ergänzt und sind beim FWU für den Einsatz im Unterricht und anderen Bildungskontexten erhältlich. Dieser Preis soll so dazu beitragen, Menschenrechts-Themen nachhaltig in Schule und Bildungsarbeit zu platzieren.

Film-Präsentationen deutschlandweit

Lange Nacht des Menschenrechts-Films 2012 in Bonn
© Möller/DUK

Die Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises findet alle zwei Jahre in Nürnberg statt. Der Preis wird von derzeit 18 Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen. Die DUK ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des Veranstalterkreises.

Seit 2008 gehen die Preisträgerfilme auf Initiative der DUK "auf Tour". In verschiedenen deutschen Städten werden in "Langen Nächten des Menschenrechts-Films" die Filme gezeigt und die Preisträger zur Diskussion mit dem Publikum eingeladen. 2012/13 finden solche Veranstaltungen in Berlin, Bonn, Frankfurt am Main, Hamburg und München statt. Die DUK ist Mitveranstalter in Bonn und Berlin.

Mehr Informationen:

Website des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises

Die Preisträger 2012