Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:


[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen



schließen
MenüService
Suche
  • Home
  • Schriftgröße

Naturkatastrophen: Die Bedeutung der Vorsorge

Vulkanausbruch in Costa Rica
© guano (Flickr CC)

Vulkanausbrüche, Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen, Dürren, Lawinen oder tropische Stürme sind unvermeidbare Naturereignisse. Für den Menschen werden solche Naturereignisse zu Katastrophen durch mangelndes Bewusstsein und fehlendes Wissen über bestehende Risiken sowie mangelnde Anpassung an die Natur: extreme Verstädterung und Industrieansiedlung auch in gefährdeten Gebieten, Begradigung von Flussläufen und Zerstörung von Überflutungsgebieten, Abholzung der Wälder und nicht an den Standort angepasste Landwirtschaft.

Der Klimawandel und die Ansprüche einer steigenden und wohlhabender werdenden Weltgesellschaft erhöhen das Gefahrenpotenzial von Naturkatastrophen weiter: Stürme und Fluten nehmen zu, die Bodenerosion steigt, die Leistungsfähigkeit der Ökosysteme verringert sich, immer mehr Menschen siedeln an den Küsten.

Satellitenbild Hurrikan Wilma
© NASA

Obwohl Naturereignisse nicht verhindert werden können, so kann der Grad ihrer Auswirkungen, kann ihr Gefahrenpotenzial drastisch verringert werden. Entscheidend ist, wie wir uns verhalten und wie wir unsere Lebensumwelt gestalten: wo wir siedeln, wie unsere Häuser, Schulen und unsere Industrieanlagen gebaut sind, wie unsere Landwirtschaft organisiert ist. Entscheidend ist, wie bewusst sich jeder Einzelne der Gefährdungen in seinem natürlichen Lebensumfeld ist und ob er handlungsfähig ist, um sich und sein Eigentum beim Eintreten von Naturereignissen zu schützen.

Wissen über Naturereignisse und Bewusstsein für Gefährdungen zu vermitteln, ist Aufgabe der öffentlichen Stellen jedes Staates. Die UNESCO unterstützt insbesondere Staaten mit weniger Erfahrungen und finanziellen Ressourcen, damit sie ihre Bürger auf Naturereignisse vorbereiten können. Katastrophenvorsorge ist vor allem in den besonders gefährdeten Regionen der Erde nötig, die meist am wenigsten Möglichkeiten haben, sich selbst zu helfen.

© Mansir Petrie (Flickr CC)

Erfahrungen von Naturkatastrophen der Vergangenheit haben gezeigt, dass Information und Bildung wesentliche Voraussetzungen sind, um den Folgen von Katastrophen zu begegnen und so Verluste an Menschenleben drastisch zu mindern.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass finanzielle Mittel für Maßnahmen der Bildung, der Prävention und der Frühwarnung zu vielfach niedrigeren Ausgaben bei der Bewältigung von Naturkatastrophen führen. Katastrophenvorsorge ist ein entscheidender Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung.

Neben der Aufgabe der Bildung hat die UNESCO zum Auftrag,

  • die Forschung über Naturkatastrophen voranzutreiben, um deren zeitliche und räumliche Verteilung besser zu verstehen, zum Beispiel durch Förderung des grenzüberschreitenden Datenaustauschs,
  • verlässliche Frühwarnsysteme einzurichten (zum Beispiel die Tsunami-Frühwarnsysteme in vier besonders gefährdeten Weltmeeren),
  • vernünftige Landnutzungspläne für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern (zum Beispiel durch die UNESCO-Biosphärenreservate und das Internationale Hydrologische Programm),
  • für Baupläne zu werben, die an Naturgefahren angepasst sind,
  • Bildungseinrichtungen und kulturelle Denkmäler zu schützen,
  • den Zusammenhang zwischen Naturschutz und Katastrophenvorsorge aufzuzeigen,
  • Studien über die gesellschaftliche Wahrnehmung von Risiken anzuregen.
     

Website der UNESCO zur Katastrophenminderung

Suche

Newsletter

Abonnieren Sie unsere verschiedenen Newsletter. mehr...

MOOC on German Engineering

Online lecture series from October 20, 2014