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September 2008

Europäische Städtekoalition gegen Rassismus tagt im September in Bologna

Die UNESCO fördert kulturelle Vielfalt nicht nur im Rahmen der Kulturpolitik, sondern ebenso auf der Ebene des gesellschaftlichen Zusammenlebens, im Kampf gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus. Mit dieser Zielsetzung hat sie im Dezember 2004 die Gründung der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus angestoßen. Vom 18. bis 20. September 2008 treffen sich Vertreter der Mitgliedsstädte dieser Koalition zur zweiten Generalkonferenz in Bologna.

Hintergrund der Gründung dieses Netzwerks ist die Überzeugung, dass internationale Übereinkommen auf Staatenebene allein nicht ausreichen, um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wirksam zu bekämpfen. Vielmehr müssen alle staatlichen Ebenen, vor allem aber die Kommunen, ebenso wie jeder einzelne Mensch für die Bemühungen um ein Zusammenleben in Vielfalt gewonnen werden, denn die tatsächlichen Probleme sind von Gemeinde zu Gemeinde, von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich und müssen dort gelöst werden.

Die Städte der Koalition lernen sich daher als zentrale Akteure bei der Förderung eines friedlichen Miteinanders in Vielfalt verstehen und suchen in ständiger Kooperation nach neuen Lösungsansätzen für womöglich doch vergleichbare Probleme: So hat ein bestimmter "sozialer Brennpunkt" in Berlin womöglich Rezepte entwickelt, die zwar in anderen Vierteln Berlins nicht anwendbar sind, aber in vergleichbaren "Brennpunkten" Stockholms oder Barcelonas.

Die diesjährige, zweite Generalkonferenz setzt sich erneut vor allem mit der Umsetzung des zentralen Steuerungsinstruments der Koalition auseinander, dem 10-Punkte Aktionsplan. Auf diesen Aktionsplan hat sich die Koalition bei ihrer Gründung geeinigt. Er soll im Hinblick auf konkrete Handlungsfelder (verstärkte Wachsamkeit gegenüber Rassismus, Stadt als aktive Förderin gleicher Chancen, Bekämpfung von Rassismus durch Bildung und Erziehung etc.) das vielfältige, diskriminierungsfreie Zusammenleben in den Städten fördern.

Der Austausch und die Vernetzung derjenigen Vertreter der Städte, die gleiche Probleme, Fragen und Lösungsansätze haben, ist das wichtigste Anliegen der Konferenz. Aktuelle Themen wie die Einbeziehung muslimischer Gemeinschaften und das diskriminierungsfreie Zusammenleben mit Sinti und Roma stehen im Vordergrund. Bürgermeister der Mitgliedstädte der Koalition diskutieren in Bologna gemeinsam über Erfolge und Probleme und blicken bei Workshops über den Tellerrand der eigenen Kommune. Doch es sind nicht nur die politischen Entscheidungsträger, die dort zu Wort kommen.

In Bologna sind auch viele Jugendliche vertreten, die im Rahmen eines Jugendforums über ihre Erfahrungen und Ideen zum Themenfeld "Rassismus und Sport" diskutieren. Junge Menschen aus den Mitgliedstädten der Koalition kommen zusammen und sprechen über die Rolle des Sports für ein funktionsfähiges soziales Gefüge und ein Zusammenleben in Respekt und Toleranz in ihrer Heimatstadt. Die Jugendlichen werden bei der Abschlussveranstaltung konkrete Empfehlungen an die Politiker herantragen. Anlässlich des Internationalen Tages der Toleranz im November 2008 werden diese Ergebnisse auch im Europaparlament in Brüssel vorgestellt werden. Unterstützt wird das Jugendforum vom Fußballverein FC Barcelona. Das Jugendforum wird besucht von Jugendlichen aus Schweden, Griechenland, Russland, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland, die zuvor in ihrer Kommune bereits an Workshops zum Thema Sport und Rassismus teilgenommen haben.

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