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Juni 2009

Vereinte Nationen feiern erstmals "Welttag der Meere"

Lutz Möller

Die Vereinten Nationen haben am 8. Juni 2009 erstmals den "Welttag der Meere" begangen. Das Motto: "One Ocean, One Climate, One Future". Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den "World Oceans Day" im Dezember 2008 ausgerufen (Resolution A/RES/63/111).

Die Medien berichten über die Ozeane meist nur, wenn Tanker leck schlagen und Ölkatastrophen auftreten oder wenn eine Fischart durch Überfischung fast ausgerottet ist. Es wird allzu leicht vergessen, dass die Ozeane in fast allen ökologischen Prozessen auf dem Planeten Erde eine entscheidende Rolle spielen.

Zum Beispiel wird etwa ein Drittel des gesamten emittierten Kohlendioxids von den Meeren aufgenommen, was die globale Erwärmung erheblich mildert. Andererseits werden die Ozeane dadurch immer saurer. Das hat dramatische Folgen für ozeanische Kleinlebewesen und Korallen und wirkt sich auf das gesamte ozeanische Ökosystem aus. Die Ozeane regulieren das Weltklima, indem sie enorme Mengen von Wärme speichern und diese über Meeresströmungen weltweit verteilen.

Piraterie und Überfischung

Die Menschheit hat allen Anlass, sich um die Ozeane und ihren Zustand zu sorgen. Alles Leben auf dieser Erde entstammt letztlich dem Meer. Über 70 Prozent der Erdoberfläche sind vom Meer bedeckt. Jedoch sind wir weit von einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Meere entfernt.

Nach wie vor gibt es große Lücken in der Gesetzgebung zum Schutz der Meere. Auch das bahnbrechende Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS) von 1982 hat daran nur wenig geändert. Die zuständigen nationalen und internationalen Institutionen sind zu schwach ausgebaut, um das Übereinkommen umzusetzen. Piraterie und unkontrollierte Fischerei sind weiterhin an der Tagesordnung. Die Leerfischung der Ozeane ist ein massives Problem für die künftige Nahrungsversorgung und die Ökosysteme der Meere.

UNESCO-IOC: Erforschung und Beobachtung der Ozeane

Die UNESCO spielt im System der Vereinten Nationen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die Ozeane zu erforschen und zu überwachen. Die Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission (IOC) der UNESCO gibt es seit 49 Jahren. Sie kümmert sich um die internationale Zusammenarbeit zwischen Forschern und Regierungen weltweit, um unser Verständnis vom Ozean zu verbessern und Katastrophen vorzubeugen. Die IOC baut weltweite Beobachtungsnetze von Bojen und Pegeln auf, koordiniert das weltweite Tsunami-Frühwarnsystem und steht an der Spitze der Forschung zu allen Fragen des Ozeans.

Seit 2005 hat die IOC eine weitere Aufgabe erhalten: Zusammen mit UNEP hat sie in den letzten Jahren eine globale Bestandsaufnahme gestartet, um alles Wissen über die Meere zusammen zu führen. Dieser erste Schritt (Assessment of Assessments) wurde vor wenigen Wochen abgeschlossen. Der im Mai 2009 vorgelegte Bericht bildet den Auftakt für künftige, regelmäßige wissenschaftliche Bestandsaufnahmen des Zustands der Meere.

Anlässlich des ersten Welttags der Ozeane hat die UNESCO die 31-jährige Französin Maud Fontenoy als "Sprecherin für die Ozeane" benannt. Maud Fontenoy hat als erste Frau 2003 den Atlantik im Ruderboot überquert und 2005 den Pazifik. 2006 bis 2007 segelte sie alleine gegen die Strömung rund um die südliche Erdkugel.

Weitere Informationen:

Bericht "Assessment of Assessments"
Download unter: www.unga-regular-process.org

Website der DUK über die UNESCO-IOC

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