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Handbuch für afrikanische Biosphärenreservate

© Gareth Williams, Sparx Media Illustrators


Zwischen 2012 und Juli 2015 hat die DUK in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) ein Management-Handbuch für Leiter von afrikanischen Biosphärenreservaten erarbeitet und publiziert. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesumweltministerium (BMUB).

Das Handbuch wurde von drei afrikanischen Autoren formuliert: Prof Dr Wafaa Amer aus Ägypten, Sheila Ashong aus Ghana und Dr Djafarou Tiomoko aus Benin. Eng in die Formulierung eingebunden waren die Netzwerke AfriMAB und ArabMAB, das MAB-Sekretariat der UNESCO und praktisch alle Biosphärenreservatsmanager Afrikas.

Zur Diskussion der ersten Entwürfe fand im Februar 2013 ein Workshop im kenianischen Mombasa statt. Ab April 2014 wurden die ausgearbeiteten Entwürfe einem Fachbeirat vorgelegt. Der erste Erprobungs-Workshop in Ghana fand Mitte Mai 2014 statt, er erbrachte weitere wichtige Anregungen in Struktur und Inhalt für das Handbuch, ebenso wie drei weitere Workshops in Tansania im Juli 2014 und in Tunesien im Oktober 2014 und im November 2014. Eine Online-Kommentierung fand im April 2015 statt.

Am 8. Juni 2015 haben DUK und BfN das Managementhandbuch im Rahmen des Internationalen MAB-Koordinierungsrates in Paris vorgestellt. Im Anschluss wurde das Handbuch in gedruckter (englischer und französischer) Fassung an alle afrikanischen Biosphärenreservate und MAB-Komitee versandt.

Handbuch (englische Vollfassung, barrierefreie PDF-Webversion)
Handbuch (englische Kurzfassung, barrierefreie PDF Webversion)
Handbuch (französische Vollfassung, barrierefreie PDF Webversion)

 

Ziel, Zielgruppe und Inhalt des Handbuchs: 

© Gareth Williams, Sparx Media

Allein in Afrika arbeiten 85 Biosphärenreservate an ihrem Auftrag als Modellregionen für eine nachhaltige Nutzung der Natur, praxisnah angepasst an die lokalen Standortbedingungen. Eine besondere Herausforderung ist vielerorts, Akteure und die Bevölkerung insgesamt zielführend in das Management einzubeziehen. Nur einzelne Biosphärenreservate, u.a. in Äthiopien und in Südafrika, haben wahrhaft partizipative Strukturen für Planung und Management. 

Genau hier setzt das Handbuch an: Zur Verbesserung von Managementeffektivität und Partizipation richtet sich das Handbuch an die Mitarbeiter der Verwaltungsstellen der afrikanischen Biosphärenreservate, sowohl an langjährige Mitarbeiter als auch an solche, die ihre Stelle neu antreten. Zur Zielgruppe des Handbuchs zählen auch Partner vor Ort und Förderpartner sowie andere an der Arbeit von Biosphärenreservaten Interessierte. Das Handbuch liegt in Englisch und Französisch vor; als "Creative Commons Lizenz" kann es weitgehend frei in andere Sprachen übersetzt und an andere Kontexte angepasst werden.

Das Handbuch zeigt konkret auf, wie Biosphärenreservate Naturschutz mit der wirtschaftlich-gesellschaftlichen Entwicklung und der Armutsbekämpfung in Einklang bringen können. Theoretische Informationen sind dabei mit Bezug auf die Situation in Afrika kontextualisiert. Praktische Aspekte stehen im Vordergrund, zum Beispiel wie man Konflikte zwischen einzelnen Akteuren eines Biosphärenreservats lösen kann, wie wirtschaftliche Erträge aus einem Schutzgebiet mit den Dörfern geteilt werden können und wie man partizipativ einen Management-Plan erarbeiten kann. Das Handbuch stellt mehrere Optionen vor, wie man die rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen eines UNESCO-Biosphärenreservats in Afrika ausgestalten kann, und beschreibt, wie Konsultationen und Anhörungen organisiert werden können. Die Publikation liefert auch Argumente für potenzielle finanzielle Unterstützer und Entscheidungsträger in Ministerien. Ende 2015 ist im Journal eco.mont diese sehr würdigende Rezension erschienen..

Besonders praxisrelevant ist das Handbuch durch die Beiträge von rund 110 Experten aus fast allen UNESCO-Biosphärenreservaten in Afrika. Damit gibt das Handbuch heutigen und künftigen Managern von afrikanischen Biosphärenreservaten ein von ihnen selbst entscheidend mitentwickeltes Instrumentarium an die Hand. Damit können sie vor Ort die bestehenden Herausforderungen effektiver – und das heißt vor allem partizipativ erarbeitet – adressieren.

Das Vorhaben geht zurück auf eine Anfrage des AfriMAB-Vorstands und auf Anregungen eines gemeinsam von BfN, DUK, UNESCO und dem AfriMAB-Sekretariat organisierten Expertenworkshops über Biosphärenreservate in Afrika im Sommer 2011  (Ergebnisse siehe BfN).

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