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UNESCO-Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen

Foto des Wattenmeeres
© jjdunbar (Flickr CC)

Zur Vorstellung des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer

Neben der Hochregion der Alpen ist das Wattenmeer an der Nordseeküste das letzte flächendeckende Wildnisgebiet Europas. Vielen bekannt als Urlaubsziel ist die Schleswig-Holsteinische Nordeseeküste eine der drei deutschen Regionen, die als Nationalpark und Biosphärenreservat zur Bewahrung und nachhaltigen Entwicklung des Wattenmeeres beitragen (neben den Biosphärenreservaten Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer). Der Schleswig-Holsteinische Wattenmeer-Nationalpark ist der größte in ganz Europa. Das Gebiet des Biosphärenreservats wurde gemeinsam mit den Wattenmeergebieten in den Niederlanden und in Niedersachsen im Juni 2009 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Ein besonderer Lebensraum sind die Salzwiesen entlang der Wattenmeerküsten. Dort leben 250 Tierarten und Ökotypen, die in keinem anderen Gebiet der Erde vorkommen. Das Wattenmeer ist das vogelreichste Gebiet Europas. Allein der schleswig-holsteinische Teil wird im Frühjahr und Spätsommer von mehr als zwei Millionen Watt- und Wasservögeln aufgesucht, die an den arktischen Küsten brüten; außerdem leben hier Seehunde oder Schweinswale. Die Halligen und die naturnah erhaltenen Salzwiesen prägen die Landschaft.

Ebenso gern wie die Vögel nutzt der Mensch die Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Jährlich 500.000 Urlauber unternehmen Wattwanderungen oder nutzen andere naturkundliche Angebote. Trotz des Tourismus blieben Natur und Kultur erhalten. Neben Plattdeutsch sprechen die Friesen bis heute ihre Sprache. Die Halligen Langeneß, Oland, Gröde, Nordstrandischmoor und Hooge, auf denen knapp 300 Menschen leben, haben sich 2005 auf eigenen Wunsch dem bereits 1990 ausgewiesenen Biosphärenreservat angeschlossen und bilden seine Entwicklungszone. Landwirtschaft, Küstenschutz und Tourismus sind ihre Existenzgrundlage. Es wird nachhaltig gewirtschaftet und es gibt nun ein gemeinsames Marketing, mit dem Ziel, die Qualität des Angebots zu steigern und neue Gäste für das Halligleben zu begeistern.

Um Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen werben zum Beispiel erfolgreich die „Ringelganstage“. Sie fanden 2007 bereits zum zehnten Mal statt und locken mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm und Exkursionen nicht nur Vogelkundler auf die Halligen. 

  • Jahr der Anerkennung durch die UNESCO: 1990
  • Fläche: 4.431km2 (davon 1.570 km2 Kernzone und 2.840 km2 Pflegezone)
  • Repräsentierter Landschaftsraum: Watten, Inseln und Marschen
  • Repräsentative Lebensräume: Wattflächen, Salzwiesen, Dünen, Strände und Sände
  • Beispiele für Biosphärenreservatsfunktionen: Schutz gemäß Nationalparkplan, nachhaltige Tourismusentwicklung, Managementpläne zur nachhaltigen Gebietsnutzung, Projekte zur Regionalentwicklung, umfangreiche internationale Monitoringprogramme
  • Internationale Partnerschaften
    Naturschutzgebiet Taimyrskij in Nordsibirien
  • Bundesland: Schleswig-Holstein
  • Landkreise: Nordfriesland, Dithmarschen
  • Zuständiges Ministerium:
    Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
  • Verwaltung:
    Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
    Schlossgarten 1
    25382 Tönning
    Telefon: (04861) 6160
  • Informationszentrum:
    Multimar Wattforum
    Am Robbenberg
    25832 Tönning
    Telefon: (04861) 96200
  • Internet-Link zur Darstellung der UNESCO:
    www2.unesco.org/mab/br/
  • Internet-Link zur Nationalparkverwaltung:
    www.wattenmeer-nationalpark.de
  • Seite auf den Nationalen Naturlandschaften:
    Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
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