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UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Foto einer Rhönschafherde
© chrish_ffm (Flickr CC)

Die Rhön ist im Gegensatz zu anderen deutschen Mittelgebirgslandschaften eine offene Kulturlandschaft mit weitem Ausblick. Ursprünglich war die Region von dichten Buchenwäldern bedeckt, die jedoch im Laufe der Jahrhunderte menschlicher Bewirtschaftung in Graslandschaften umgewandelt wurden.

Als länderübergreifende Kulturlandschaft zwischen Hessen, Thüringen und Bayern erhielt die Rhön die Auszeichnung als UNESCO-Biosphärenreservat kurz nach der Wiedervereinigung.

Die einst abgeschiedene Lage, naturräumliche Besonderheiten und eine traditionelle Bindung der Bevölkerung an die Landwirtschaft haben in der Rhön eine weitgehend intakte Kulturlandschaft und ländliche Siedlungsstrukturen erhalten. Die Rhön bietet vielfältige Landschaftstypen: die Hohe Rhön ist ein Hochplateau, das durch Mahd und Beweidung offen gehalten wurde und ein breites Spektrum artenreicher, extensiver Grünlandtypen trägt. Die dadurch möglichen Fernblicke haben den Tourismusbegriff „Land der offenen Fernen“ motiviert. Die hessische Rhön zeichnet sich durch Dutzende markante Kegelberge und durch eine parkartige Gliederung aus, die thüringische Rhön durch einzigartige, großflächig vernetzte Kalkmagerrasen und durch eine von Großbetrieben geprägte Landwirtschaft. In der bayerischen Rhön finden sich offene, siedlungsfreie Matten und eine blumenreiche Wiesenvegetation. Die Kernzone bilden Buchen- und Edellaubholzwälder sowie Hochmoore. Im bayerischen Teil finden sich als Besonderheit großflächig Entwicklungskernzonen, die erst nach der Ernte der nicht standortheimischen Nadelholzbestände (im Zeitraum von 10 Jahren) der natürlichen Sukzession überlassen werden. Die Artenvielfalt in den geschützten Lebensraumtypen ist sehr hoch, es finden sich gute Lebensbedingungen für vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie das Birkhuhn, den Wachtelkönig, den Schwarzstorch und den Eisvogel. Die Lebensbedingungen für das Birkhuhn werden seit 25 Jahren im größten außeralpinen Naturschutzgebiet Bayerns verbessert, durch Offenhaltung der Landschaft durch Vertragsnaturschutz, durch Bejagung natürlicher Feinde und durch Aufklärung der Touristen.

2014 wurde das Biosphärenreservat Rhön auf bayerischer Seite - auf Initiative der Kommunen und Landkreise und mit Zustimmung der UNESCO -  beträchtlich erweitert. Damit sind neue Ökosystem- und Nutzungstypen (z.B. Weinberge und intensiver genutzte Agrarlandschaften) in das Biosphärenreservat einbezogen. Das Biosphärenreservat Rhön umfasst durch die Erweiterung auch nahezu das gesamte Einzugsgebiet der Fränkischen Saale, sowie -mit der Einbeziehung v.a. der Kreisstädte Bad Kissingen und Bad Neustadt- weitestgehend den sozio-ökonomischen Verflechtungsraum in der RegionGemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung und zahlreichen regionalen Akteuren haben die drei Verwaltungsstellen des Biosphärenreservats die Rhön zu einem beispielgebenden Biosphärenreservat entwickelt. Die Identifikation der Bevölkerung mit dem Biosphärenreservat ist hoch. Ein wichtiges Instrument hierzu ist Vermarktung regionaler Produkte. Der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten trägt zur Imagebildung bei und schafft neue Arbeitsplätze in der Rhön. Umweltbildung und Forschung sind weitere Schwerpunkte der Arbeit im Biosphärenreservat.

 

  • Jahr der Anerkennung durch die UNESCO: 1991 (2014 auf bayerischer Seite um 22 Gemeinden erweitert)
  • Fläche:
    2.433 km2 (davon 74 km2 Kernzone, 539 km2 Pflegezone)
  • Repräsentierter Landschaftsraum: Mitteldeutsches Bergland
  • Repräsentative Lebensräume:
    Einzelne waldbestandene Kegelberge um eine zentrale Basalthochfläche, Steilhänge mit Kalkmagerrasen, Buchenwälde, Edellaubholzwälder
  • Beispiele für Biosphärenreservatsfunktionen:
    Flächenankauf zum Naturraumerhalt, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Forschungsprojekte, länderübergreifende Zusammenarbeit zur Regionalvermarktung von z.B.Rhönschaf, Rindfleisch oder Streuobstprodukten durch die "Dachmarke Rhön"
  • Internationale Partnerschaften:
    Kruger to Canyons (Südafrika), Redberry Lake Biosphere Reserve (Kanada), Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge (Österreich)
  • Bundesländer: Hessen, Thüringen, Bayern
  • Landkreise:
    Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen
  • Zuständige Ministerien:
    Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Verwaltung:
    Hessische Verwaltungsstelle des
    Biosphärenreservates Rhön
    Groenhoff Haus Wasserkuppe
    36129 Gersfeld
    Telefon: (06654) 96120

    Bayerische Verwaltungsstelle
    Oberwaldbehrunger Str. 4
    97656 Oberelsbach
     Tel.: (0931)  3801664 bzw. 3801665

    Biosphärenreservat Rhön
    Verwaltung Thüringen
    Propstei Zella, Goethestraße 1
    36452 Zella/Rhön 
    Telefon: (036964) 868330
  • Informationszentren:
    Informationsstelle Biosphärenreservat Rhön
    Groenhoff-Haus-Wasserkuppe
    36139 Gersfeld
    Telefon: (06654) 96120

    Info-Zentrum "Haus der Schwarzen Berge"
    Rhönstraße 97
    97772 Wildflecken-Oberbach
    Telefon: (09749) 91220

    Info-Zentrum "Haus der Langen Rhön"
    Unterelsbacher Straße 4
    97656 Oberelsbach
    Telefon: (09774) 910260

    Haus auf der Grenze/Point Alpha
    Telefon: (06651) 919030

    Propstei Zella/Rhön
    Telefon: (036964) 93510
  • Internet-Link zur Darstellung der UNESCO:
    www2.unesco.org/mab/br/
  • Internet-Link zu den Biosphärenreservatsverwaltungen:
    www.biosphaerenreservat-rhoen.de
  • Seite auf den Nationalen Naturlandschaften:
    Biosphärenreservat Rhön
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