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Geschichte der Biosphärenreservate

Das UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) wurde am 23. Oktober 1970 von der 16. Generalkonferenz der UNESCO ins Leben gerufen. Sein Steurungsgremium, der "ICC" tagte erstmals 1971. Das Programm geht zurück auf die von der UNESCO 1968 organisierte "Biosphere Conference" ("Wissenschaftliche Grundlagen für eine rationale Nutzung und Erhaltung des Potenzials der Biosphäre"), der ersten zwischenstaatlichen Konferenz, die zwischen Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen zu vermitteln suchte. Damit nahm die UNESCO das Konzept der nachhaltigen Entwicklung vorweg, das 1987 im Bericht "Unsere gemeinsame Zukunft" der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) formuliert wurde. Dass das MAB-Programm eingerichtet wurde, geht wesentlich auch auf das Engagement deutscher Wissenschaftler zurück.

Eines der ersten Projekte des MAB-Programms war die Konzipierung eines Netzwerks von Gebieten, die für die wichtigsten planetaren Lebensräume repräsentativ sein sollten - den "Biosphärenreservaten". Die Bezeichnung "Biosphärenreservat" verdeutlicht die enge Anlehnung an das MAB-Programm der UNESCO. Die Idee zur Einrichtung von "Biosphärenreservaten" stammt von einer Arbeitgruppe, die im Jahr 1974 tagte. Diese gab den Biosphärenreservaten als Auftrag auf, genetische Ressourcen und Ökosysteme zu schützen und Forschung, Monitoring und Bildung durchzuführen. Das Weltnetz der Biosphärenreservate wurde 1976 gegründet, damit die einzurichtenden Gebiete auf einen Mechanismus zum Erfahrungsaustausch zugreifen können. Bereits 1979 wurden in der damaligen DDR die ersten Biosphärenreservate eingerichtet, das "Vessertal" und der "Steckby-Lödderitzer Forst" (heute Teil der "Flusslandschaft Elbe").

Der erwähnte Brundtland-Bericht 1987, die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 und das in dieser Zeit immer klarer gefasste Konzept der nachhaltigen Entwicklung führten 1995 dazu, dass das MAB-Programm und das Weltnetz der Biosphärenreservate auf eine neue konzeptionelle Grundlage gestellt wurden. Die 28. UNESCO-Generalkonferenz beschloss 1995 die Sevilla-Strategie und die Internationalen Leitlinien für die Biosphärenreservate. 2008 wurde der Aktionsplan von Madrid für den Zeitraum 2008 bis 2013 verabschiedet.

Diese Dokumente formulieren Kriterien und Mindestanforderungen zur Aufnahme neuer Mitglieder in das Weltnetz. Mit diesen Dokumenten wurde die Zonierung der Biosphärenreservate eingeführt und die Notwendigkeit der Erfüllung komplementärer Aufgaben. Die Bevölkerung musste nun erstmals beteiligt werden an der Antragstellung. Außerdem wurde ein Evaluationsmechanismus eingeführt, alle zehn Jahre müssen Biosphärenreservate heute überprüft werden. Diese Neuerungen wurden vom MAB-Nationalkomitee für Deutschland übernommen, die internationalen Leitlinien wurden beispielsweise 1996 an die nationalen Gegenheiten angepasst und als Anerkennungskriterien konkretisiert. Der national gültige Kriterienkatalog wurde zwischen 2004 und 2007 überarbeitet.

In Deutschland gültige Kriterien

 

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