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Am 8. Juni war Welttag der Ozeane

Höchste Zeit für den Schutz der Ozeane vor Plastikmüll

CC-BY-NC-2.0 flickr, Jim Gain

Unter dem Motto „Unsere Ozeane sind unsere Zukunft“ wurde am 8. Juni zum neunten Mal der Welttag der Ozeane gefeiert. Im Zentrum stand in diesem Jahr die Verschmutzung der Ozeane mit jährlich etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll. Rund um den diesjährigen Welttag fand in New York eine fünftägige Konferenz der Vereinten Nationen zur Zukunft der Ozeane statt, an der sich auch die UNESCO mit ihrer Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission beteiligt.

Ulla Burchardt, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission: „Den Ozeanen geht es schlecht. Sie werden vermüllt, überfischt und politische Konsequenzen sind nicht in Sicht. Es ist allerhöchste Zeit für klare Regeln, vor allem auf Hoher See, die auch durchgesetzt werden. Für die Rettung der biologischen Vielfalt auf Hoher See müssen endlich angemessene Schutzgebiete eingerichtet werden. Auch illegale Fischerei und zerstörerische Methoden des Tiefseebergbaus müssen durch wirksame Regeln beendet werden. Die Wissenschaft warnt schon lange vor den Gefahren – es ist nun an der Zeit zu handeln.“

Das diesjährige Schwerpunktthema des Welttages - die Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll - ist von zunehmender Relevanz. Dies zeigt beispielsweise eine jüngst veröffentlichte Studie zur kleinen Südpazifik-Insel Henderson, als UNESCO-Welterbestätte anerkannt. Wissenschaftler fanden dort 38 Millionen Plastikteile, obwohl die Insel unbewohnt ist. Wie die Verschmutzung durch Plastik bekämpft werden kann, zeigen Einwohner rund um das UNESCO-Biosphärenreservat auf der Insel Principe vor der Küste Westafrikas. Sie sammeln dort im Rahmen der Kampagne „No Plastic“ alle Plastikflaschen auf und erhalten als Prämie eine robuste Metallflasche – so soll Plastik auf der Insel bald Vergangenheit sein.

Die Ozeankonferenz der Vereinten Nationen fand vom 5. bis 9. Juni in New York statt. Sie brachte Regierungen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Wissenschaft zusammen. Ziel waren neue Partnerschaften, damit eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ozean wie in Ziel 14 der Globalen Nachhaltigkeitsagenda verankert, bis 2030 erreicht wird. Dies ist dringend nötig, denn es stellen sich gewaltige Herausforderungen: Die Meere werden derzeit massiv überfischt. Schutzgebiete an den Küsten und auf Hoher See sind bislang die Ausnahme. Zugleich leiden die Meere unter großer Verschmutzung, nicht nur durch Plastik, sondern auch durch den übermäßigen Eintrag von Nährstoffen aus der Landwirtschaft und durch Erosion. Durch Versauerung der Meere als Folge hoher CO2-Emissionen sterben unter anderem Korallen ab. Da 37 Prozent der Menschheit an Küsten leben, ist die Gesundheit der Meere auch eine Frage des Überlebens von Menschen. Die Konferenz verabschiedete einen „Aufruf zum Handeln“.

An der UN-Ozeankonferenz beteiligten sich auch viele Partner aus Deutschland, zum Beispiel die Stiftung Grünes Bauhaus mit einer globalen Kunstausstellung von Studierenden. Die Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission der UNESCO brachte ihre wissenschaftliche Expertise unter anderem in Bereichen wie Meeresverschmutzung oder Versauerung der Meere ein. Auch unterbreitete sie den Vorschlag, dass die Vereinten Nationen eine Dekade zur Erforschung der Ozeane ausrufen.

Hintergrund

Der Welttag der Ozeane wurde 2008 von den Vereinten Nationen beschlossen. Die UNESCO setzt sich auf verschiedenen Ebenen für Ozeane ein. Ihre Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission koordiniert die Erforschung der Ozeane und den Aufbau von Mess-Netzwerken. Auch die vier Tsunami-Frühwarnsysteme weltweit werden von der UNESCO koordiniert. Marine UNESCO-Welterbestätten schützen die wichtigen Ökosystem-Schätze. Das Abkommen zum Unterwasser-Kulturerbe der UNESCO sorgt dafür, dass Wracks besser gegen Raubgrabungen geschützt sind.

Weitere Informationen

UN-Webseite zum Welttag der Ozeane
DUK-Webseite zu Ozeanen

(Artikel erstellt am 7. Juni 2017, aktualisiert am 9. Juni 2017)

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