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Januar 2014

Forschung und Entwicklungszusammenarbeit

Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung als Verbindungsglied

Am 25. Februar 2014 organisiert die Deutsche UNESCO-Kommission eine Tagung zusammen mit Brot für die Welt, der Zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende und dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Thema der Tagung am ZEF ist, ob und wie "Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung" die Brücke zwischen Forschung und Entwicklungszusammenarbeit stärken kann.

Die Sicherung der Welternährung, der Klimawandel und die Ressourcenknappheit sind nur mit Wissenschaft und Forschung zu bewältigen. Angesichts des Transformationsdrucks im globalen Wandel ist offensichtlich, dass Entwicklungsprojekte ohne angemessene Wissensgrundlage zum Scheitern verdammt sind. In der Vergangenheit verfolgten jedoch Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und der Wissenschaft unterschiedlie Ziele.

Heute soll die Wissenschaft enger mit den Entwicklungsländern zusammenarbeiten, die Bedeutung von Hochschulen und Forschung in der EZ wurde neu gewichtet. Nicht nur der Abstimmungsdruck auf Ministerien, Träger sowie Durchführungsorganisationen für Forschung und EZ hat sich erhöht.

 
Zwar ist offiziell verpönt, Forschungskooperationen mit Schwellen- und Entwicklungsländern nicht auf Augenhöhe zu planen und durchzuführen. Dennoch wird dieser Grundsatz in der Praxis zu oft nicht umgesetzt, weil Vor-Ort-Kenntnisse oder interkulturelle Erfahrungen fehlen, weil Unsicherheit besteht, wie mit nicht exzellenten Partnern innerhalb des von Exzellenz geprägten Wissenschaftsbetriebs umzugehen ist, weil wirtschaftliche Unausgewogenheit dominiert oder kurze Ausschreibungsfristen tragfähige Forschungskooperationen verhindern.

Nach wie vor stehen in der internationalen Forschungskooperation wissenschaftsintrinsische Ziele im Vordergrund. Gegenseitige  Wissensvermittlung, Co-Design und Co-Produktion werden zu wenig gefördert. Dies erklärt auch, dass viele private NGOs und Stiftungen der EZ, die genau diesen Ansatz verfolgen, selten mit der Forschung zusammenarbeiten.

Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung hingegen ist an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen ausgerichtet, arbeitet eng zusammen mit Communities und Stakeholdern im Forschungs-Design und bezieht deren Wissen in die Problemlösung ein. Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung hat nur geringe Zielkonflikte mit der EZ und kann deren Wissensbasis absichern.

Deshalb sollen mit dieser Tagung die Synergien gestärkt werden. Ziel der Tagung ist es, die Prämissen in der deutschen Forschungspolitik für die EZ zu hinterfragen und neue Leitideen und Wege zu entwickeln. Anhand von Kernthemen der Entwicklungszusammenarbeit wie Armut, Ernährung, Gesundheit oder Energie wird diskutiert, inwiefern die Wissenschaft diesen großen Herausforderungen gerecht wird.

Flyer und detailliertes Programm

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