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Weltprogramm für Menschenrechtsbildung

Mit ihrer Resolution 59/113 rief die UN-Generalversammlung am 10. Dezember 2004 das Weltprogramm für Menschenrechtsbildung aus. Dieses Weltprogramm läuft zunächst bis 2015 und untergliedert sich in Stufen mit besondern Schwerpunkten. Die erste Stufe 2005 – 2009 widmete sich der Primar- und Sekundarbildung. Die Ziele des Weltprogramms lauten:

  • Förderung einer Kultur der Menschenrechte;
  • Förderung eines gemeinsamen Verständnisses auf der Grundlage internationaler Instrumente über Grundsätze und Methoden der Menschenrechtsbildung;
  • Herausstellung der prioritären Rolle der Menschenrechtsbildung auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene;
  • Bereitstellung eines gemeinsamen Aktionsrahmens für alle Beteiligten;
  • Verstärkung der Partnerschaft und Zusammenarbeit auf allen Ebenen;
  • Auflistung und Unterstützung bestehender Programme zur Menschenrechtsbildung, um erfolgreiche Ansätze herauszustellen und einen Anreiz zu schaffen, sie fortzusetzen und/oder auszuweiten und neue zu entwickeln.

Am 2. März 2005 nahm die UN-Generalversammlung den überarbeiteten Entwurf eines Aktionsplans für die erste Stufe zur Primar- und Sekundarbildung an (59/525/Rev.1). Der Aktionsplan wurde vom KMK-Sekretariat  in Abstimmung mit der DUK ins Deutsche übersetzt. Das umfangreiche Papier stellt die DUK in ihrer Dokumentensammlung zur Verfügung. Das englischsprachige Original finden Sie hier auf den Seiten des OHCHR.

Das Weltprogramm schließt an die UN-Dekade für Menschenrechtserziehung an. Diese war am 23. Dezember 1994 ausgerufen worden und lief bis 31. Dezember 2004. Für diese Dekade war 1996 ebenfalls ein Aktionsplan ausgearbeitet worden, der hier auf den Seiten des OHCHR abgerufen werden kann (nicht in Deutsch verfügbar). Die Vereinten Nationen kamen in der Abschlussevaluation der Dekade 1995-2004 zu dem Schluss, dass zwar viele Regierungen ihre Aktivitäten zur Menschenrechtsbildung erhöht hatten; dass die Erfolge aber nicht ausreichten. Das deutsche Forum Menschenrechte veranstaltete dazu im März 2005 mit Partnern die Tagung "Keine Rechte ohne Bildung - keine Bildung ohne Rechte" (Bericht in unesco heute online). Eine kritische Rückschau (Konrad-Adenauer-Stiftung 12/05, PDF) stellte fest, dass nur wenige Staaten wie gefordert nationale Aktionspläne aufgestellt haben. Auch ob es wie gefordert zu einer koordinierten Entwicklung von Materialien gekommen sei oder die Massenmedien stärker die Menschenrechte fördern, sei nicht ersichtlich.