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Weltbildungsbericht 2010

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Titelbild GMR 2010
© UNESCO

Der Weltbildungsbericht 2010 warnt: Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise drohen Millionen Kindern in den ärmsten Ländern der Welt den Zugang zu Bildung zu verwehren. 72 Millionen Kinder besuchen laut Bericht weltweit noch immer keine Schule. Sinkendes Wirtschaftswachstum, steigende Armut und erhebliche Sparzwänge gefährden die Fortschritte der letzten zehn Jahre. Der Bericht schätzt, dass jährlich 16 Milliarden US-Dollar fehlen, um das Ziel "Bildung für alle“ im Jahr 2015 zu erreichen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben eine deutschsprachige Kurzfassung des Weltbildungsberichtes herausgegeben. Download

Hinter den Zielen zurückgeblieben

Der aktuelle Weltbildungsbericht zeigt einige wichtige Erfolge der letzten zehn Jahre auf. Diese widerlegen das Vorurteil, dass Entwicklungsländer unfähig seien, schnelle Fortschritte in der Bildung zu machen. Doch insgesamt erfolgen die Fortschritte zu langsam, um das Ziel der Grundschulbildung für alle Kinder bis zum Jahr 2015 erreichen zu können. Der Bericht kritisiert das Scheitern der Regierungen daran, extreme Ungleichheiten im Bildungssystem zu bekämpfen, und das Ausbleiben der notwendigen Mittel seitens der Geber.

Etwa 72 Millionen Kinder im Grundschulalter und 71 Millionen Jugendliche besuchen weltweit keine Schule. Setzen sich die derzeitigen Trends fort, werden auch im Jahr 2015 noch 56 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Schulbildung erhalten. Der Bericht hebt hervor, dass Armut einer der schwerwiegendsten Gründe für Benachteiligung in der Bildung ist. Weltweit leben 1,4 Milliarden Menschen mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Kosten für die Schulbildung konkurrieren häufig mit Ausgaben für grundlegende Bedürfnisse wie Gesundheits- und Nahrungsversorgung. Weiterhin unterstreicht der Bericht, dass Geschlechterdisparitäten noch tief im Bildungssystem verankert bleiben – in Afghanistan gehen beispielsweise pro 100 Jungen nur 63 Mädchen zur Schule. Auch die Anzahl der  erwachsenen Analphabeten hat sich kaum verringert, momentan 759 Millionen, davon zwei Drittel Frauen.

Scheitern der Gebergemeinschaft

Eine zentrale Schlussfolgerung des Weltbildungsberichts 2010 ist, dass die Gebergemeinschaft bisher gescheitert ist, das im Jahr 2000 eingegangene Versprechen zu erfüllen. Danach soll kein Land, das sich dem Ziel „Bildung für alle“ verpflichtet hat, aufgrund fehlender Finanzmittel scheitern. Der Bericht schätzt, dass einkommensschwache Länder zusätzliche 7 Milliarden US-Dollar pro Jahr, oder 0,7% ihres Bruttoinlandsprodukts, für die Bildung aufbringen können. Aber selbst dann bleibt eine Finanzierungslücke von 16 Milliarden US-Dollar jährlich für 46 einkommensschwache Länder, um das Ziel „Bildung für alle“ zu erreichen. Der Bericht fordert den UN-Generalsekretär auf, eine hochrangige Geberkonferenz im Jahr 2010 einzuberufen, um diese Lücke zu schließen.

Der im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen Expertenteam verfasste Weltbildungsbericht gibt jährlich einen Zwischenstand, inwieweit die Ziele einer "Bildung für alle", die auf dem Weltbildungsforum 2000 in Dakar beschlossen wurden, erreicht sind: Ausbau der frühkindlichen Förderung und Erziehung, Grundschulbildung für alle Kinder, Absicherung der Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen, Halbierung der Analphabetenrate unter Erwachsenen, Gleichberechtigung der Geschlechter und Verbesserung der Bildungsqualität. Diese sechs Bildungsziele sollen bis zum Jahr 2015 weltweit verwirklicht werden.

Der vollständige Bericht ist auf der Website der UNESCO verfügbar.

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