Deutsche UNESCO Kommission e.V.

UNESCO-Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer

© Libriator (Flickr CC)
Foto des Wattenmeeres

Große Bereiche des Wattenmeeres an der Nordseeküste befinden sich bis heute in einem ursprünglichen Zustand. Die drei das deutsche Wattenmeergebiet umfassenden Biosphärenreservate in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bewahren diese Ursprünglichkeit und fördern gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung des Gebietes. Das Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer ist gleichzeitig Nationalpark. Seine weitläufigen Sandbänke und Dünen formen im Wechsel mit freien Wattflächen und Salzwiesen eine malerische Landschaft. Durch die Lage an der Elbemündung und das dadurch bedingte Nährstoffangebot gibt es eine individuenreiche Fisch- und Vogelwelt, allein 10.000 Brutpaare stark gefährdeter Seeschwalben allein auf Scharhörn und Niehörn.

Nur rund 40 Menschen wohnen im Hamburgischen Wattenmeer, auf der Insel Neuwerk. Das Biosphärenreservat schützt die natürliche Dynamik im Lebensraum Wattenmeer, gestützt auf die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und die EG-Vogelschutz-Richtlinie. Das Biosphärenreservat fördert eine extensive Weide- und Grünlandbewirtschaftung zum Erhalt der kleinbäuerlichen Strukturen auf den Binnengrodenflächen. Dadurch kann auch der Bestand der Wiesenvögel erfolgreich gesichert werden. Zahlreiche Solaranlagen, Wärmekollektoren sowie Photovoltaik, dienen der nachhaltigen Energieversorgung. Mit einem Energiekonzept soll das Biosphärenreservat künftig weitestgehend mit regenerativen Energien versorgt werden. Umweltbeobachtung ist ein fester Bestandteil der Arbeit des Biosphärenreservats im Rahmen des Wattenmeer-Monitorings, in Partnerschaft mit den Biosphärenreservaten und Nationalparks der Wattenmeere in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

  • Jahr der Anerkennung durch die UNESCO: 1992
  • Fläche: 117 km2  (davon 105 km2 Kernzone, 12 km2 Pflegezone)
  • Repräsentierter Landschaftsraum: Wattenmeer und Elbmündung
  • Repräsentative Lebensräume:
    Wattenmeer, Priele, Sandbänke, Dünen, Salzwiesen und landwirtschaftliche Binnengrodenflächen
  • Beispiele für Biosphärenreservatsfunktionen:
    Schutz durch EU-Vogelschutzrichtlinie und FFH-Richtlinie, Förderung der heimischen Wiesenwelt und Förderung einer extensiven Weide- und Grünlandbewirtschaftung
  • Partnerschaften: benachbarte Wattenmeer-Biosphärenreservate
  • Bundesland: Hamburg
  • Landkreis: Cuxhaven (angrenzend)
  • Zuständiges Ministerium:
    Behörde für Umwelt und Gesundheit der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Verwaltung:
    Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer
    Billstraße 84
    20539 Hamburg
    Telefon: (040) 428452105
  • Informationszentrum:
    Nationalpark-Haus Neuwerk
    27499 Insel Neuwerk
    Telefon: (04721) 395349
  • Internet-Link zur Darstellung der UNESCO:
    www2.unesco.org/mab/br/brdir/
  • Internet-Links zum Nationalpark:
    www.wattenmeer-nationalpark.de
    www.nationalpark-hamburgisches-wattenmeer.de
  • Seite auf den Nationalen Naturlandschaften:
    Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer