Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Geförderte Projekte 2009

Nachhaltige Wassernutzung im „Kräutergarten Schlossberghof Burg“

UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald

© BR Spreewald

Der Spreewald gehört zu den trockensten Regionen Deutschlands. Der Klimawandel kann künftig die Wasserversorgung der gesamten Region gefährden: Die Spree wird sehr häufig Niedrigwasser führen, weshalb die Bewohner Wasser sparen müssen – was bisher wenig akzeptiert ist. Bislang wurde in Trockenperioden Wasser aus den Flüssen und Seen des Spreewalds zur Bewässerung genutzt.

Auf dem Gelände des Schlossberghof Burg, zentrale Informationsstelle des Biosphärenreservats mit rund 10.000 Besuchern pro Jahr, wird im Rahmen der Kooperation von Danone Waters Deutschland und UNESCO eine neue, in jeder Hinsicht nachhaltige Bewässerungsanlage geschaffen. Als Demonstrationsanlage für sparsamen, nachhaltigen Wassereinsatz hat sie Signalwirkung für die gesamte Region. Sparsamer Umgang mit Wasser ist der Schlüssel für eine auch künftig gute Wasserqualität im Spreewald.

Die neue Bewässerungsanlage demonstriert allen Besuchern modellhaft, wie man durch Rückhalt von Regenwasser Vorräte für Trockenperioden anlegen kann. Regenwasser wird auf dem Dach des Infozentrums eingefangen und in einer Zisterne gespeichert. Das Projekt am zentralen Standort des Biosphärenreservats demonstriert, wie Wassermangel begegnet werden kann – wobei gleichzeitig die Gewässerqualität verbessert wird: Ein erhöhter Durchfluss führt zu mehr Sauerstoff in den Spreewaldgewässern. Damit werden Lebensbedingungen im Fluss verbessert und der Artenreichtum gesichert.

Nachhaltige Teichbewirtschaftung an der Blumberger Mühle

UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

© NABU

Die Blumberger Mühle ist das zentrale Informationszentrum des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin mit jährlich rund 35.000 Besuchern. Das Infozentrum liegt mitten in einem Naturschutzgebiet mit Teichlandschaften. Die Teiche sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Zudem werden in ihnen auch auf ökologische Weise Fische gezüchtet. Aber allein die Fütterung führt beim jährlichen Ablassen des Teichwassers in den 58 Kilometer langen Fluss Welse zu einer erheblichen Nährstoffbelastung und zu einer Schädigung des Flussökosystems. Mit dem Projekt wird erstmals eine überregional beispielhafte Lösung für eine tatsächlich nachhaltige Teichfischzucht ohne Schädigung des anschließenden Flusses konzipiert.

Und so funktioniert es: Schlamm und im Wasser gelöste Schwebstoffe werden beim Ablassen des Teichwassers zurückgehalten und auf den Teichboden zurückgepumpt. Dafür wird Energie benötigt, die aber problemlos aus einer Wasserturbine am Teichzufluss gewonnen werden kann. Damit entsteht ein vollständig geschlossener Kreislauf, sowohl im Hinblick auf Nährstoffe als auch auf Energie. Die Vision ist, dass das Projekt unter wissenschaftlicher Begleitung zum Prototypen für alle Teichwirtschaften in Deutschland wird und somit eine hohe Multiplikationswirkung entfaltet.

Die notwendigen Investitionen für die bautechnische Umgestaltung leistet das Land Brandenburg. Der Mehrwert durch die Mittel aus der Kooperation Danone Waters Deutschland und UNESCO sind eine wissenschaftliche Begleitung – unter anderem wird eine wissenschaftliche Fachtagung organisiert – und eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit, wodurch das Projekt über die Region hinausstrahlen und beispielgebend sein kann.

Revitalisierung des Wasserhaushaltes im Elsbruch

UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Brandenburg

© Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Von UNESCO und Danone Waters wurde bereits 2008/2009 ein Projekt finanziert, das für den elbnahen Wald „Elsbruch“ im Biosphärenreservat zwischen Wittenberge und Lenzen unter anderem eine vollständige Wasser- und Naturschutzplanung durchführte. Mit dem Bau einer Wasserregulierungseinrichtung wurde ein wichtiger Schritt getan, um die Wasserspeicher- und Filterfunktion der Waldgebiete wiederherzustellen. Die umfassende Planung identifizierte eine Reihe weiterer Maßnahmen, die den Wasserhaushalt des Elsbruches weiter verbessern werden. Die Finanzierung der meisten dieser Maßnahmen wird vom lokalen „Wasser- und Bodenverband“ beim Land Brandenburg beantragt. Andere Maßnahmen können aufgrund des Wasserrechts nicht vom Land finanziert werden und werden somit als Fortführung des Projektes von 2008/2009 durchgeführt.

In dem Feuchtwaldökosystem wurden 2006 sogenannte „Plomben“, also feste Erdstaue, errichtet. Diese sollen verhindern, dass Wasser aus dem Wald in die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen abfließt. In den Untersuchungen der Jahre 2008/2009 stellte das Planungsbüro fest, dass diese festen Erdstaue leider verhindern, dass im Gegenzug während des Herbstes und Winters Wasser aus den Feldern in den Wald fließt. Dies ist bedauerlich, weil gleichzeitig die Aufstauung der Felder im Winter vor kurzem optimiert wurde. In die Plomben werden nun einfache und bewährte Rohre mit großem Durchmesser gelegt, deren Endstücke aber flexibel einstellbar sind. Somit kann in Herbst und Winter Wasser zwar in den Wald fließen, durch Umstellung der Rohre fließt im Frühjahr und Sommer aber kein Wasser aus dem Wald heraus.

Weitere Informationen:

Danone Waters Deutschland unterstützt 2009 auch den Auftritt der deutschen UNESCO-Biosphärenreservate auf der Bundesgartenschau in Schwerin. Außerdem werden regelmäßig Reisen in deutsche Biosphärenreservate verlost.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann den Zielen der Vereinten Nationen dienen. Unternehmen, die mit der DUK kooperieren, erkennen den "Global Compact"“ an und verpflichten sich damit auf zehn Prinzipien, u.a. Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.