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Ausschuss für Übereinkommen und Empfehlungen

Dieser Ausschuss ("CR-Ausschuss") ist seit 1965 ein Unterausschuss des UNESCO-Exekutivrats. Er überwacht die Umsetzung jener Übereinkommen und Empfehlungen der UNESCO, für die kein eigenes Gremium existiert; derzeit sind das sieben Völkerrechtsinstrumente (siehe Liste). Seit 1978 untersucht der Ausschuss zudem Individualbeschwerden mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen im Zuständigkeitsbereich der UNESCO. Mit diesen beiden Aufgaben ähnelt der CR-Ausschuss den Vertragsorganen des UN-Menschenrechtssystems (z.B. dem Kinderrechtsauschuss oder dem Anti-Folterausschuss). Er unterscheidet sich von ihnen aber wesentlich in einigen zentralen Merkmalen: Das Prozedere unterliegt der Geheimhaltung. Zudem setzt sich der CR-Ausschuss aus Vertretern von 30 im UNESCO-Exekutivrat vertretenen Staaten zusammen. Der Ausschuss tagt zweimal jährlich, direkt vor den Sitzungen des UNESCO-Exekutivrates. Deutschland hatte zwischen 2007 und 2009 den Vorsitz in diesem Ausschuss inne.

Staatenberichte: Staaten, die ein UNESCO-Übereinkommen ratifizieren, müssen der UNESCO regelmäßig über die Umsetzung Bericht erstatten. Das UNESCO-Sekretariat fasst diese auf der Basis von Fragebögen verfassten nationalen Berichte für den CR-Ausschuss zusammen, so dass dieser die Staatenberichte anders als im Fall anderer UN-Menschenrechtsorgane nicht zu Gesicht bekommt. Auch hat der Ausschuss keine Möglichkeit, Staatenvertreter zu hören und zu befragen. Zudem kommen leider viele Staaten nicht ihrer Berichtspflicht nach. Seit 1999 gibt es daher Reformvorhaben für das Monitoringverfahren jener UNESCO-Völkerrechtsinstrumente. Ein Vorschlag zielt darauf ab, für die gesamten Vereinten Nationen ein kohärentes Berichtssystem zum Recht auf Bildung aufzubauen.

Untergremien: Außerdem berichtet ein gemeinsamer Expertenausschuss von ILO und UNESCO an CR über den Status von Lehrern und eine gemeinsame Expertengruppe von CR und ECOSOC (CESCR) über das Recht auf Bildung.