Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Juli 2008


Angebliche UNESCO-Zertifikate bezüglich Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen

Laut Medienberichten werben unseriöse Steinhändler mit einem UNESCO-Zertifikat, das angeblich kinderarbeitsfreie Ware garantiert. Hintergrund ist der Handel mit Steinen, die unter widrigsten Bedingungen auf indischen Steinbrüchen abgebaut und nach Deutschland importiert werden. Solche Zertifikate werden grundsätzlich von der UNESCO nicht ausgestellt.

Über einschlägige Siegel und Zertifikate fair produzierter und gehandelter Produkte, die ausbeuterische Kinderarbeit ausschließen, informiert die Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit", die unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird und von der Deutschen UNESCO-Kommission als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet wurde.

Die Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit" führt als Nachweis, dass in Exportsteinbrüchen keine Kinder im Sinne des "Übereinkommens über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit" der Internationalen Arbeitsorganisation beschäftigt werden, das XertifiX-Siegel auf. Es garantiert, dass in zertifizierten Steinbrüchen menschenwürdige Bedingungen herrschen: Kinderarbeit ist verboten. Unangekündigte Kontrollen stellen sicher, dass die Standards eingehalten werden. Weitere Informationen unter www.xertifix.de


unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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