November 2011
UNESCO-Urkunde für Prähistorische Pfahlbauten
Am 3. November 2011 präsentierte Staatssekretär Ingo Rust im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen die Welterbe-Urkunde für die Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen. Die Pfahlbauten sind das vierte Weltkulturerbe in Baden-Württemberg und weltweit das erste, das unter Wasser liegt.
Das UNESCO-Welterbekomitee hat die "Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen" im Juni 2011 als Weltkulturerbe anerkannt. Baden-Württemberg ist mit Fundstellen am Bodensee und in Oberschwaben beteiligt.
Als Vertreter der obersten Denkmalschutzbehörde überreichte Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, die UNESCO-Urkunde an die Bürgermeister der 13 baden-württembergischen Gemeinden, auf deren Gemarkung Pfahlbau-Fundstätten liegen.
"Das UNESCO-Prädikat wird die weltweite Einmaligkeit der Pfahlbaustätten ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken", so Staatssekretär Rust. "Das Prädikat kam zur rechten Zeit, gerade weil das unter Wasser und im Moor verborgene Kulturerbe durch Umweltveränderungen und menschliche Eingriffe stark gefährdet ist."
Die jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbausiedlungen des Alpenvorlandes gehören aufgrund hervorragender Erhaltungsbedingungen unter Wasser zu den herausragenden archäologischen Fundstätten Europas. Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen insgesamt 111 Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern, darunter 18 Fundstellen in Baden-Württemberg und Bayern. Weitere Pfahlbau-Fundstellen befinden sich in Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Slowenien. Sie repräsentieren sie ein archäologisches Erbe, das bis 5000 vor Christus zurückreicht.
Weitere Informationen:
www.unesco.de/pfahlbauten.html
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