Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

November 2011

Weltkulturerbe aus Afrika

Dogon-Ausstellung fasziniert über 16.000 Besucher

Erstmals in Deutschland wird in der Ausstellung "Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika" das künstlerische Erbe einer der reichsten afrikanischen Kulturen präsentiert. Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle, die unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission und der UNESCO-Kommission der Republik Mali steht, verzeichnet bereits über 16.000 Besucher.

Djennenké-Skulptur
© Musée du Quai Branly/Patrick Gries

In der spektakulären Felslandschaft von Bandiagara im heutigen Mali entwickelte sich die faszinierende Kultur der Dogon. 1989 wurde Bandiagara in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Rund 250 der schönsten Zeugnisse der Jahrhunderte alten Traditionen werden in der Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert. Seit der Eröffnung Mitte Oktober hat die Ausstellung schon mehr als 16.000 Besucher in ihren Bann gezogen.

Neben den berühmten Holzstatuen der Dogon präsentiert die Ausstellung fast 30 verschiedene Masken, Kleinbronzen, geschnitzte Schmuckgegenstände und Alltagsobjekte. Den Abschluss des Rundgangs bildet eine Reihe monumentaler Architekturpfeiler und die berühmte, über zwei Meter hohe Djennenké-Skulptur aus dem Pariser Musée du Quai Branly.

Entstehungswelt der Werke

Vor über 500 Jahren floh das westafrikanische Volk der Dogon in die unzugängliche Felslandschaft der Falaise von Bandiagara. Dort verband es sich mit der alten Tellem-Zivilisation, die seit Jahrhunderten in den Felsen lebte. So entwickelte sich in der spektakulären Landschaft im Osten Malis eine einzigartige Kultur.

Die Besucher können sich mit der Entstehungswelt der Werke auseinandersetzen und gewinnen Einblicke in das Leben der Dogon und die Umstände vor Ort. Die Ausstellung beleuchtet dabei auch Themen wie den Kolonialismus und sein lang anhaltendes Erbe oder die ersten historischen Kontakte zwischen Dogon und Europäern.

Dogon Trog
© Robert T. Wall/Don Tuttle

Seit den 1930er Jahren verbreitete sich der Ruhm der Dogon-Kunst von Frankreich aus in die Welt und fand sogleich großes Interesse bei Ethnologen, Künstlern und Sammlern. Die UNESCO hat das Land der Dogon und das Felsplateau von Bandiagara gemeinsam als Kultur- und Naturerbe in die Welterbeliste aufgenommen.

Die Dogon-Ausstellung bildet den Auftakt der neuen Afrikareihe der Bundeskunsthalle und ist bis zum 22. Januar 2012 zu sehen.

Weitere Informationen:
Website der Ausstellung

Redaktion: unesco heute online  Deutsche UNESCO-Kommission e.V. • Colmanstraße 1553115 Bonn • Telefon 0228 / 60497-0 • www.unesco.de