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Newsletter der Deutschen UNESCO-Kommission

Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

November 2009

Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls

Ausstellung der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der UNESCO in Paris

Die Ständige Vertretung Deutschlands bei der UNESCO zeigte anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Berliner Mauerfalls Ende Oktober 2009 eine Ausstellung im Hauptgebäude der UNESCO in Paris. Die Ausstellung dokumentiert anhand von Fotos und Videomaterial, welche Ereignisse zum Fall der Berliner Mauer und der deutschen Wiedervereinigung geführt haben.

Botschafterin Martina Nibbeling-Wrießnig (links) bei der Ausstellungseröffnung
© Auswärtiges Amt / Lahr

Eröffnet wurde die Ausstellung von der deutschen Botschafterin Martina Nibbeling-Wrießnig. Sie trug zu diesem Anlass ein T-Shirt, das sie 1989 zur Feier der Maueröffnung auf ihrem Posten in Südkorea hatte fertigen lassen. "Wir sind eins" lautete der Schriftzug auf Deutsch und Koreanisch. Mats Ringborg, der schwedische Botschafter, hielt als Vertreter der EU-Präsidentschaft die Eingangsrede.

Der scheidende UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura berichtete von seinen persönlichen Erinnerungen an den Mauerfall. Im Oktober 1989 reiste er als Vertreter des japanischen Außenministeriums nach Berlin. Die Mauer war für ihn "ein furchterregendes Symbol des Kalten Krieges, das unzerstörbar schien". Der Fall der Berliner Mauer gilt als Zeichen der Friedlichen Revolution und Wegbereiter der Demokratie.

Die neue UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova und der schwedische Botschafter Mats Ringborg
© Auswärtiges Amt / Lahr

Die neu gewählte Generaldirektorin und designierte Nachfolgerin Matsuuras, Irina Bokova, bezeichnete in ihrer Rede den Mauerfall als "das eigentliche Ende des Zweiten Weltkriegs".

Mehrere hochrangige Gäste sprachen als Zeitzeugen über ihre Erinnerungen an die Jahre 1989 und 1990. Der mexikanische Botschafter Carlos Fuentes berichtete, was für ein bewegender Moment der Mauerfall für ihn war. Der Chargé d'Affaires Ägyptens Mohamed El Zahaby betonte, wie der Mauerfall die gesamte Welt nachhaltig verändert habe. Jo Ellen Powell, ehemalige US-Generalkonsulin in Frankfurt, die 2007 als erste Frau und Nicht-Deutsche als Festrednerin zum Tag der Deutschen Einheit in der Paulskirche geladen war, verwies darauf, dass die deutsche Bevölkerung ihre Teilung nicht hingenommen und so die friedliche Wende ausgelöst habe.

Ausstellung "20 Jahre Fall der Berliner Mauer" in Paris
© Auswärtiges Amt / Lahr

Zahlreiche Gäste besuchten die Ausstellung. Vor einer Nachbildung der Berliner Mauer konnten sie ein Erinnerungsfoto schießen oder an einer Pinnwand ihre persönlichen Erfahrungen vermerken.

Impressionen von der Festveranstaltung zeigt die Website der Ständigen Vertretung


unesco heute online • Redaktion: Dieter Offenhäußer / Kurt Schlünkes
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