Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

September 2011

Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika

Ausstellungseröffnung am 13. Oktober 2011

In der spektakulären Felslandschaft von Bandiagara im heutigen Mali entwickelte sich die faszinierende Kultur der Dogon. 1989 wurde Bandiagara in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Rund 250 der schönsten Zeugnisse der Jahrhunderte alten Traditionen werden in einer Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert.

Ausstellungsplakat
© Bundeskunsthalle

Die Ausstellung "Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika" steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission und der UNESCO-Kommission der Republik Mali. Sie ist vom 14. Oktober 2011 bis zum 22. Januar 2012 zu sehen. Beeindruckende Masken, rituelle Holzskulpturen und Schmuckgegenstände führen die besondere Ästhetik der Dogon vor Augen und sind ein mehr als würdiger Auftakt für die neue Afrikareihe der Bundeskunsthalle, die mit dieser Ausstellung eröffnet wird.

Das Erbe der Dogon

Vor über 500 Jahren floh das westafrikanische Volk der Dogon in die unzugängliche Felslandschaft der Falaise von Bandiagara. Dort verband es sich mit der alten Tellem-Zivilisation, die seit Jahrhunderten in den Felsen lebte. So entwickelte sich in der spektakulären Landschaft im Osten Malis eine einzigartige Kultur. Seit den 1930er Jahren verbreitete sich der Ruhm der Dogon-Kunst von Frankreich aus in die Welt und fand sogleich großes Interesse bei Ethnologen, Künstlern und Sammlern. 1989 hat die UNESCO das Land der Dogon und das Felsplateau von Bandiagara gemeinsam als Kultur- und Naturerbe in die Welterbeliste aufgenommen.

Djennenké Figur
© Musée du Quai Branly/Patrick Gries

Rund 250 Skulpturen, Masken und Alltagsobjekte aus privaten und öffentlichen Sammlungen in aller Welt belegen in der Ausstellung, warum die Dogon heute zu den bedeutendsten Kulturen Afrikas gezählt werden. Die künstlerischen Formen reichen von kleinteilig ausgearbeiteten bis hin zu streng abstrakten Figuren. Den Abschluss des Rundgangs bildet eine Reihe monumentaler Architekturpfeiler und die berühmte, über zwei Meter hohe Djennenké-Skulptur aus dem Pariser Musée du Quai Branly.

Über die Präsentation der Objekte hinaus bietet die Ausstellung dem Besucher die Möglichkeit, sich mit der Entstehungswelt der Werke auseinanderzusetzen und allgemeine Einblicke in das Leben der Dogon und die Umstände vor Ort zu gewinnen. Dabei werden auch Themen wie der Kolonialismus und sein lang anhaltendes Erbe oder die ersten historischen Kontakte zwischen Dogon und Europäern beleuchtet. Speichertüren, geschnitzte Schlösser und Deckeldosen, bronzene Schmuckobjekte und Felszeichnungen vervollständigen den ersten profunden Überblick in Deutschland über eine der reichsten Kulturen Afrikas.

Medienkonferenz

Zur Ausstellungseröffnung laden die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche UNESCO-Kommission zu einer Medienkonferenz in Anwesenheit des Generalsekretärs der UNESCO-Kommission der Republik Mali am 13. Oktober 2011 um 11.00 Uhr in der Bundeskunsthalle (Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn) ein. Teilnehmer sind:

  • Robert Fleck, Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle
  • Dieter Offenhäußer, Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Hélène Leloup, Kuratorin der Ausstellung, Paris
  • Christiane Bögemann-Hagedorn, Leiterin der Unterabteilung "Zivilgesellschaft und Wirtschaft" im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Wolfger Stumpfe, Ausstellungsleiter, Kunst- und Ausstellungshalle
  • Sven Bergmann, Pressesprecher der Kunst- und Ausstellungshalle

 
Weitere Informationen:

Website der Bundeskunsthalle

Einladung zur Medienkonferenz/Antwortfax

Redaktion: unesco heute online  Deutsche UNESCO-Kommission e.V. • Colmanstraße 1553115 Bonn • Telefon 0228 / 60497-0 • www.unesco.de