August 2010
Studie zur Umsetzung der UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in der EU
Im Juni 2010 veröffentlichte das Europäische Parlament eine Studie zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in der EU.
Die Studie gibt einen Überblick über die bisherige Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens von 2005 in der Europäischen Union. Sie soll Anregungen und langfristige Orientierungen zur weiteren Umsetzung des Übereinkommens in und durch die EU geben.
Es werden verschiedene Ansätze zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens unter rechtlichen und praktischen Gesichtspunkten vorgestellt. Aufgaben und Maßnahmen, die zur Erfüllung der Zielsetzungen der Konvention beitragen können, werden benannt.
Die Studie ist in fünf Kapitel unterteilt:
- Ermittlung des Sachstands bei der Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens
- Neue Anstöße zur Umsetzung des Übereinkommens
- Das UNESCO-Übereinkommen in den Außenbeziehungen der EU
- Das UNESCO-Übereinkommen in den internen Politikbereichen der EU
- Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die praktische Realisierung des UNESCO-Übereinkommens erfordert neue Initiativen der Europäischen Union, der Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft. Das Hauptanliegen besteht darin, die Zersplitterung zu überwinden und Einheitlichkeit anzustreben.
"Mit dem UNESCO-Übereinkommen steht ein neues Rechtsinstrument zur Verfügung, das die Möglichkeit eröffnet, die europäische Integration wesentlich ertragreicher und nachhaltiger zu gestalten. In den Außenbeziehungen der Europäischen Union können der Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen dazu beitragen, die 'Weltintegration' voranzutreiben und damit für Frieden und soziale Wohlfahrt als lebensnotwendige Ergänzungen einer rein ökonomischen Globalisierung zu sorgen. Sechzig Jahre nach der Schumann-Erklärung verlangen Kohle und Stahl in Europa und der ganzen Welt mehr nach Kultur als je zuvor." (Auszug aus der Studie)
Die Deutsche UNESCO-Kommission wurde als nationale Kontaktstelle Deutschlands für das UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und Vertreterin der Zivilgesellschaft zur Umsetzung der Konvention in Deutschland befragt.
Download der Studie
Deutsche Kurzfassung
Deutsche Langfassung
Englische Vollfassung
Deutsche Antwort auf den Fragebogen zur Studie
Weitere Informationen unter http://www.diversitystudy.eu/index.html
unesco heute online • Redaktion: Farid Gardizi / Kurt Schlünkes
Verantwortlich: Dieter Offenhäußer • Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
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