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UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay über die Weiterentwicklung der UNESCO

Grußwort aus dem aktuellen Jahrbuch der Deutschen UNESCO-Kommission

Audrey Azoulay, © UNESCO, Christelle Alix

Die UNESCO arbeitet weltweit, um Frieden durch internationale Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Kultur zuschaffen. Dieses Mandat – infolge des Zweiten Weltkriegs verabschiedet – ist heute so aktuell wie damals. Wir müssen die Organisation jetzt weiterentwickeln, so dass sie effektiv auf die aktuellen Herausforderungen, wie etwa den zunehmenden gewalttätigen Extremismus und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung, reagiert.

Um erfolgreich zu sein, brauchen wir alle Beteiligten an Bord. Ich bin der deutschen Regierung deshalb zutiefst dankbar für ihr Engagement. Staatsministerin Maria Böhmer forderte auf der 39. UNESCO-Generalkonferenz eine „starke und zuverlässige UNESCO für den herausfordernden Weg vor uns.“ Das globale Netzwerk der UNESCO-Nationalkommissionen, das die Mehrheit der Mitgliedstaaten miteinander verbindet, ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Seit 1951 prägt die proaktive Führung Deutschlands und der Deutschen UNESCO-Kommission die UNESCO in allen ihren Kompetenzbereichen. Die 42 Welterbestätten, 16 Biosphärenreservate und 6 Geoparks, 12 UNESCO-Lehrstühle und über 200 UNESCO-Projektschulen in Deutschland versammeln einzigartige Expertise, um die UNESCO-Programme voranzubringen. Diese Führungsrolle zeigt sich auch in den steigenden Ausgaben der deutschen Entwicklungshilfe für die Grundbildung. Mit einer
Erhöhung der Gelder um 34 Prozent zwischen 2014 und 2015 verzeichnet Deutschland den zweithöchsten Anstieg unter allen Gebern.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat Modellcharakter. Sie teilt konsequent gute Praxis, bildet andere Nationalkommissionen, insbesondere in Afrika, fort und unterstützt sie. 2008 haben Nationalkommissionen aus Subsahara-Afrika und die Deutsche UNESCO-Kommission die „Bonn Roadmap“ entwickelt – ein Partnerschaftsprogramm, um afrikanische Kommissionen über die Arbeit in multilateralen Kooperationsprojekten zu stärken. Um diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, fand 2017 am UNESCO-Hauptsitz ein Afrika-Deutschland Dialog statt. Er vertiefte die Nord-Süd-Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung und stärkte die Einbindung des Privatsektors in unterschiedlichen Bereichen, etwa Kultur- und Naturerbe, berufliche Bildung, Biosphärenreservate und erneuerbare Energien. Die Kooperation wird auch im Biennium 2018-2019 fortgesetzt.

Während wir neue Fragen zum Multilateralismus und zur Zukunft der internationalen Zusammenarbeit angehen, müssen wir mehr denn je zusammenarbeiten mit dem Ziel, effektivere, verantwortliche und verlässliche Institutionen für die globale Zusammenarbeit zu entwickeln. Die UNESCO setzt sich dafür ein und ich sehe dieses Jahrbuch als noch einen Anreiz, um das Netzwerk der UNESCO-Kommissionen weiter zu stärken. Das Jahrbuch zeigt ganz konkret, welchen Beitrag wir leisten können,
wenn wir gemeinsam handeln und uns auf unser Kernmandat konzentrieren.

Audrey Azoulay
Die Französin Audrey Azoulay ist seit dem 15. November UNESCO-Generaldirektorin. Sie folgt der Bulgarin Irina Bokova, die die Organisation zwischen 2009 und 2017 geführt hat.
Azoulay ist eine französische Beamtin und Politikerin. Von Februar 2016 bis Mai 2017 war sie Ministerin für Kultur und Kommunikation. Zuvor beriet sie den ehemaligen Präsidenten François Hollande in Fragen der Kultur. Der Schutz des gefährdeten Kulturerbes weltweit und die Förderung der kulturellen Vielfalt standen bei beiden Positionen im Zentrum ihrer Arbeit.
Zwischen 2006 und 2014 arbeitete sie für das Französische Zentrum für Kinematographie und Bewegtbild, unter anderem als stellvertretende Generaldirektorin. Zudem war sie Rechtsexpertin für Kultur und Kommunikation bei der Europäischen Kommission und Leiterin des Büros für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im französischen Kultusministerium.
Azoulay absolvierte die Ecole nationale d’administration (ENA), machte einen Abschluss am Institute of Political Studies (Sciences Po) in Paris, Frankreich, und einen Abschluss in Business Administration an der Universität in Lancaster, Großbritannien.

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