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Pressemitteilung, 23. September 2010

Deutsche UNESCO-Kommission fordert mehr Qualität bei frühkindlicher Bildung

UNESCO-Weltkonferenz zur frühkindlichen Erziehung in Moskau

In Moskau findet vom 27. bis 29. September 2010 die erste UNESCO-Weltkonferenz zur frühkindlichen Förderung und Erziehung statt. Rund 1000 Regierungsvertreter, Bildungsexperten und Vertreter internationaler Organisationen werden über die weltweite Situation der frühkindlichen Bildung beraten und politische Konzepte erarbeiten. Die dreitägige Konferenz mit dem Titel "Building the Wealth of Nations" soll die frühkindliche Bildung weltweit stärken. Die Bildung, Betreuung und Erziehung in den ersten Lebensjahren eines Kindes gilt als Schlüsselfaktor für den weiteren Lernerfolg.

"Die große Bedeutung der frühkindlichen Bildung wird weltweit nach wie vor unterschätzt. In dieser frühen Phase des Lebens wird das Fundament für die weitere Bildungslaufbahn gelegt. Bildung beginnt nicht mit dem Schulranzen", sagt Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. "Deutschland hat in den letzten Jahren viel in die frühkindliche Bildung investiert – insbesondere in Angebote für unter 3-Jährige. Dieser Weg muss intensiv weiterverfolgt werden. Vor allem muss mehr für die Qualität und die Chancengleichheit in der frühkindlichen Bildung getan werden."

Nach Angaben der UNESCO nehmen die Angebote frühkindlicher Bildung weltweit nur langsam zu. Zwischen 1999 und 2007 ist die Anzahl der Kinder, die Zugang zur frühkindlichen Bildung haben, von 113 auf 140 Millionen gestiegen, so der UNESCO-Weltbildungsbericht 2010. Die regionalen Unterschiede sind groß: In Nordamerika und Westeuropa haben 82 Prozent der über 3-Jährigen Zugang zu vorschulischen Angeboten, in 14 arabischen Staaten liegt die Quote bei unter 50 Prozent, in 17 Ländern Subsahara-Afrikas sind es weniger als 10 Prozent. In Deutschland nehmen nahezu alle über 3-Jährigen an frühkindlicher Bildung teil. Angebote für unter 3-Jährige werden weiter ausgebaut.

Unterernährung, Armut und hohe Gebühren erschweren in vielen Entwicklungsländern den Zugang zu vorschulischer Bildung. In Industrieländern steht die frühkindliche Bildung ebenfalls vor Herausforderungen. Internationale Studien zeigen, dass Familien mit geringem Einkommen und Migrationshintergrund weniger an frühkindlicher Förderung teilnehmen. Auch in Deutschland hängt der Bildungserfolg weiter stark von sozialer Herkunft und Migrationshintergrund ab. Der Ausbau und die Verbesserung frühkindlicher Bildung, insbesondere benachteiligter Kinder, ist eines von sechs Zielen des Aktionsprogramms "Bildung für Alle", dessen Umsetzung von der UNESCO koordiniert wird.

Die deutsche Regierungsdelegation bei der UNESCO-Weltkonferenz in Moskau besteht aus Vertretern des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Auswärtigen Amtes, der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, der Deutschen UNESCO-Kommission und des Pestalozzi-Fröbel-Verbands.

Interview mit Günter Gerstberger, Vorsitzender des DUK-Fachausschusses Bildung:  www.unesco.de/interview_fruehkindliche_bildung.html

Resolution der Deutschen UNESCO-Kommission zur frühkindlichen Bildung: www.unesco.de/reshv69-2.html

UNESCO-Weltbildungsbericht 2010: www.unesco.de/efareport.html


Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Redaktion: Dieter Offenhäußer / Farid Gardizi, Colmantstraße 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228-60497-11 • E-Mail: gardizi@unesco.de • Internet: www.unesco.de
Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. ist eine vom Auswärtigen Amt
geförderte Mittlerorganisation der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik.

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