Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Tsunami-Frühwarnsysteme

Die IOC koordiniert seit über 40 Jahren ein regionales Frühwarnsystem im Pazifik. Obwohl IOC-Gremien schon lange weitere regionale Frühwarnsysteme gefordert hatten, führten leider erst der tragische Tsunami im Indischen Ozean 2004 zu einer Resolution der IOC-Generalversammlung 2005, mit der die Einrichtung von Tsunami-Frühwarnsystemen im Indischen Ozean, in der Karibik und im Nordostatlantik/Mittelmeer auf den Weg gebracht wurde.

Tsunamiwelle rollt auf Küsten zu

Pazifik

Das Warnsystem im Pazifik geht auf ein Gremium, die International Coordination Group for the Pacific Tsunami Warning System unter dem Dach der IOC zurück. Seit dem Jahr 1968 haben sich diesem Gremium, das 2005 zu einem zwischenstaatlichen Gremium aufgewertet wurde, 30 Staaten angeschlossen. Die IOC betreibt auch das Internationale Tsunami-Informationszentrum ITIC. Es wurde 1965 auf Hawaii von den USA zusammen mit dem "Richard H. Hagemeyer Pacific Tsunami Warning Center" (PWTC) gegründet. Das PWTC dient als Sekretariat für das Tsunami-Warnsystem im Pazifik. Es wertet 150 seismische Stationen weltweit zur Erdbebenlokalisierung aus und hat Zugriff auf nahezu 100 Meerespegel weltweit, um die Bedrohung durch evtl. entstandene Tsunamis zu prüfen. Das System verteilt Tsunami-Informationen und Warnmeldungen an über 100 staatliche Stellen entlang der Pazifikküste.