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Internationale Seismologie-Kurse

Ein Seismometer des Alaska Earthquake Information Center
© Giant Gingko (Flickr CC)

Das GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam führt in Kooperation mit der UNESCO jährlich einen 4- bis 6-wöchigen Kurs zum Thema „Seismologie und Einschätzung der Erdbebengefährdung“ durch. Vorrangig richtet sich der Kurs an Teilnehmer aus Entwicklungsländern, die Arbeitssprache ist Englisch. Die Kurse finden im jährlichen Wechsel in Potsdam und im Ausland, vor allem in erdbebengefährdeten Ländern, statt.

Der Kurs schafft ein Bewusstsein für die Ursachen und Folgen geologischer Risiken (Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche); führt ein in die theoretischen Grundlagen und technischen Instrumente der seismologischen Praxis mit Fokus auf Aspekten der Katastrophenvorsorge; entwickelt praxisrelevante Fähigkeiten durch Übungen in angewandter Seismologie und entwickelt ein interdisziplinäres Problemverständnis, um mit benachbarten Disziplinen auf dem Gebiet der Katastrophenvorbeugung zusammenarbeiten zu können.

Das Programm besteht aus Vorlesungen, praktischen Übungen, Ergebnispräsentationen der Kursteilnehmer und 3- bis 5-tägigen Fachexkursionen. Es richtet sich an Techniker und Personal, das an seismologischen Stationen Daten auswertet, aber auch an Wissenschaftler, die in seismischer Gefährdungseinschätzung und der Mikrozonierung arbeiten. Voraussetzungen für den Kurs sind eine abgeschlossene einschlägige Hochschulausbildung; möglichst mehrjährige Praxiserfahrungen in angewandter Seismologie, Katastrophenmanagement oder Lehre; Beherrschung der Arbeitssprache und die Beisteuerung eigener Anteile zum Workshop. Die erfolgreiche Teilnahme am Kursprogramm wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Pro Jahr werden etwa 25 Teilnehmer zugelassen. An den im Ausland durchführten Kursen nehmen vor allem Vertreter aus der jeweiligen Region teil. Die Auslandskurse fanden 1993 in Indien, 1995 in Nicaragua, 1997 in Kenia, 1999 in China, 2001 in Chile, 2003 in Südafrika, 2006 in Kirgisistan, 2008 in Costa Rica, 2010 in der Türkei, 2012 in Marokko und 2014 in Kolumbien statt. Die Kurse 2013 fanden in Potsdam statt.

Neben Mitarbeitern des GFZ Potsdam dozieren Experten von anderen europäischen und außereuropäischen Forschungsinstitutionen und Universitäten. Bei den Auslandskursen ergänzen vor Ort tätige Experten das Lehrpersonal.

Seitens der UNESCO wird das Kursprogramm von der Sektion Geowissenschaften betreut. Mit ihrer Unterstützung wurden die Kurse 1980 in der damaligen DDR entwickelt. Während der UN-Dekade zur Katastrophenvorsorge (IDNDR, 1990 - 1999) waren die Kurse ein wichtiger deutscher Beitrag zum internationalen Wissenstransfer. Auch heute tragen die Kurse zur ISDR (International Strategy for Disaster Reduction) bei. Finanziert werden/wurden die Kurse vom Auswärtigen Amt, von der UNESCO, dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Hilfe in Genf (OCHA), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und den Brandenburger Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie Justiz und Europaangelegenheiten. Weitere Beiträge lieferten die GTZ und Entwicklungsorganisationen aus Schweden, Kanada und den USA.

Weitere Informationen bietet das GFZ:
GeoForschungsZentrum Potsdam
Dr. Claus Milkereit
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288 1297
Fax.: +49 331 288 1204
Email: course-un(at)gfz-potsdam.de
Internet: http://www.gfz-potsdam.de

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