Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes

Das IHP bietet zusammen mit dem HWRP das Dach für die Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR). Die KHR ist eines der wichtigsten internationalen Gremien zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am 1320 km langen Rhein. Sie ist ein Gremium der hydrologischen und wasserwirtschaftlichen Institutionen der Rheinanliegerstaaten und unterstützt länderübergreifende Forschungsprojekte.

© dstefanie_d (Flickr CC)
Foto des Rheins am Deutschen Eck in Koblenz

Die KHR sorgt für den grenzüberschreitenden Austausch von hydrologischen Daten, Methoden und Informationen; sie untersucht die langfristigen und kurzzeitigen Veränderungen der Abflussmengen im 185.000 km² großen Einzugsgebiet des Rheins und entwickelt standardisierte Verfahren zur Erfassung und Verarbeitung von Daten.

Ein aktuelles Projekt untersucht langjährige Messreihen und prüft, ob Änderungen im Abflussregime des Rheins anthropogenen Einwirkungen zugeordnet werden können. Untersuchungen zeigen weiter, dass künftig im Einzugsgebiet des Rheins häufiger extreme Abflussbedingungen auftreten werden. Dies erfordert zusätzliche Anstrengungen im Hochwasserschutz und im Niedrigwassermanagement. Trotz bestehender Unsicherheiten werden grenzüberschreitend abgestimmte Anpassungen baulicher und planerischer Maßnahmen sowie administrativer Verfahren empfohlen. 

Im Projekt „Entwicklung einer Methodik zur Analyse des Einflusses dezentraler Hochwasserrückhaltemaßnahmen auf den Abfluss des Rheins“ wird die Wirkung von Maßnahmen wie Verstärkung der natürlichen Bodenspeicherfähigkeit, Reaktivierung von Überflutungszonen der Nebenflüsse untersucht.

Website der KHR