Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Ingenieur-Initiative der UNESCO

Resolution der 36. UNESCO-Generalkonferenz, November 2011

Arbeitsübersetzung der Deutschen UNESCO-Kommission

Die Generalkonferenz,

In Anbetracht dessen, dass das Ingenieurwesen eine wichtige Rolle spielt bei der Bewältigung der komplexen Herausforderungen unserer Welt wie Armutsbekämpfung, nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Nutzung der Ressourcen, insbesondere im Zuge der Verstädterung und des steigenden Wassermangels sowie Eindämmung und Anpassung an den Umweltwandel,

Unter Hinweis auf die Resolutionen 35 C/32 und 186 EX/15,

In Freude über die Ausrufung der UNESCO Ingenieur-Initiative mit ihren vorläufigen Elementen wie der Stärkung der Ingenieurausbildung an Universitäten, dem Aufbau von Ingenieur-Kapazitäten, der Politikberatung und der Mobilisierung von Unterstützung durch die Zivilgesellschaft, mit dem Ziel der Stärkung des Ingenieurwesens, insbesondere in Entwicklungsländern und in Afrika,

In Anbetracht dessen, dass die UNESCO Ingenieur-Initiative bereits von der World Engineers Convention 2011 in Genf begrüßt worden war,

  1. fordert die Generaldirektorin auf, vor allem die Ingenieurausbildung in den Mittelpunkt zu stellen, insbesondere an den Universitäten und mit dem Ziel von Lehrplanreformen, um die Ingenieurausbildung auf nachhaltige Entwicklung auszurichten, Kapazitäten aufzubauen, die international vereinbarten Entwicklungsziele zu erreichen und auf andere neue Herausforderungen Antworten zu finden; und dabei auf der federführenden Rolle der UNESCO in der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung aufzubauen;
  2. fordert die Generaldirektorin auf, alle Aktivitäten der UNESCO Ingenieur-Initiative so weit wie möglich in sektorübergreifender, interdisziplinärer und wissenschaftsintegrierender Weise zu verfolgen, besonders in den Bereichen Politikberatung und Mobilisierung der Unterstützung der Zivilgesellschaft;
  3. lädt die Mitgliedstaaten einschließlich ihrer Hochschulen und nationalen Ingenieurverbände, soweit es diese gibt, zu einer engen Zusammenarbeit mit der UNESCO in ihrer Ingenieur-Initiative ein, durch Süd-Süd-und Nord-Süd-Süd-Partnerschaften;
  4. fordert die Generaldirektorin auf, bei der Umsetzung der UNESCO Ingenieur-Initiative Partnerschaften mit weiteren Sektoren der Gesellschaft zu suchen, einschließlich des Privatsektors, der Hochschulen, internationaler und nationaler Ingenieurverbände, insbesondere der WFEO, internationaler Akkreditierungsstellen, sowie anderer NGOs, soweit einschlägig auch um außerplanmäßige Drittmittel zu erhalten;
  5. fordert die Generaldirektorin auf, sicherzustellen, dass diese Ingenieur-Initiative ihr Augenmerk besonders auf Gender Mainstreaming richtet;
  6. fordert die Generaldirektorin auf, einen Bericht über den Stand der UNESCO Ingenieur-Initiative dem Exekutivrat auf seiner 190. Sitzung, und eine Umsetzungsbewertung dem Exekutivrat auf seiner 192. Sitzung sowie der Generalkonferenz auf ihrer 37. Sitzung vorzulegen.