Deutsche UNESCO Kommission e.V.

Apartheid 1985 UN Photo/A Tannenbaum www.unmultimedia.org/photo/

Kampf gegen Rassismus

Der erste Artikel der UNESCO-Verfassung betont, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten den Völkern der Welt ohne Unterschied der "Rasse", des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind. Experten und Regierungen sind sich einig, dass Menschenrechte nicht nur das Verhältnis zwischen Staat und Bürger, sondern zwischen allen Menschen regeln. Daher gilt das Diskriminierungsverbot für jeden Einzelnen: Niemand darf willkürlich, allein aufgrund äußerer Merkmale, anders behandelt werden. Die EU-Grundrechtecharta zählt auch Behinderung, sexuelle Orientierung und Alter zu diesen Merkmalen. Diskriminierung ist ein Verstoß gegen eine der zentralen Grundfesten der Menschenrechte.

Die Vereinten Nationen und die UNESCO haben sich seit jeher besonders gegen den Rassismus eingesetzt; sei es in seinen offensichtlichen Varianten wie Apartheid oder Rechtsextremismus, oder in seinen subtileren Alltagsvarianten. Die UNESCO hat in mehreren Publikationen im Einklang mit der einhelligen wissenschaftlichen Überzeugung betont, dass der Begriff "Rasse" fälschlich die tatsächliche Existenz verschiedener menschlicher Rassen suggeriert. Rassismus ist ein Spaltkeil für jede moderne Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben. Das wichtigste Ereignis der letzten Jahre im Kampf gegen Rassismus war die 2001 im südafrikanischen Durban veranstaltete Weltkonferenz, während der dritten UN-Dekade 1993-2003, die dem Thema gewidmet war. 2003 verabschiedete die UNESCO ihre Strategie gegen Rassismus (32 C/Res. 28).

Die UNESCO hat mehrere normative Texte über Diskriminierung und Rassismus erarbeitet und sie beteiligt sich aktiv am Welttag zumThema, dem 21. März. Seit 2004 gründet und stärkt sie in allen Weltregionen Städtekoalitionen gegen Rassismus, um das Phänomen an seiner kommunalen Wurzel zu fassen. Die DUK arbeitet mit der Koordination der Europäischen Städtekoalition und mit der Arbeitsgruppe des Forum Menschenrechte eng zusammen.