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Pressemitteilung, 25. Mai 2011

Zwei-Plus-Vier-Vertrag ist UNESCO-Dokumentenerbe

14 weitere Dokumente erinnern an Bau und Fall der Berliner Mauer

Die UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova hat heute den Zwei-Plus-Vier-Vertrag und 14 weitere Dokumente zum Bau und Fall der Berliner Mauer in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen. Damit folgte sie der Empfehlung des Internationalen Komitees "Memory of the World", das vom 22. bis 25. Mai in Manchester tagte. Die Berliner Mauer war das zentrale Symbol des Kalten Krieges und teilte Europa vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 in Ost und West.

"Der Fall der Berliner Mauer ist bis heute ein Meilenstein für Demokratie und Freiheit. Der Wandel hat das Leben von Millionen von Europäern grundlegend verändert. Die nun eingetragenen Zeitdokumente stehen für das kollektive Gedächtnis der Menschheit", sagt Walter Hirche, Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission.

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag gilt als Meisterwerk der Diplomatie und legte den Grundstein für die Wiedervereinigung Deutschlands. Unterzeichnet wurde der Vertrag am 12. September 1990 zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs. Der Vertrag bekräftigte die bestehenden Grenzen und die Friedfertigkeit eines wiedervereinigten Deutschlands, legte Obergrenzen der Truppenstärke fest und garantierte die freie Wahl der Bündniszugehörigkeit. 45 Jahre nach Kriegsende erhielt Deutschland damit seine volle Souveränität zurück.

"Viele Menschen haben die Ereignisse, an die die Dokumente erinnern, seinerzeit direkt am Radio, im Fernsehen oder in der Zeitung verfolgt – ohne ahnen zu können, welche Bedeutung dieses Ereignis später haben würde", sagt Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Vorsitzender des Deutschen Nominierungskomitees.

14 weitere historische Dokumente erinnern an die Zeit vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer, unter anderem das Bild "Jump to freedom" des flüchtenden Grenzpolizisten Conrad Schumann aus dem Jahr 1961, die Rede des US-Präsidenten J.F. Kennedy aus dem Jahre 1963 in West-Berlin und der O-Ton des DDR-Politbüromitglieds Günter Schabowski am 9. November 1989 über die allgemeine Reisefreiheit aller DDR-Bürger.

"Der Mauerfall war einer der Höhepunkte der europäischen Revolutionen des Jahres 1989, die zum Ende des Kalten Krieges führten. Die Bilder und Dokumente sind deshalb von welthistorischer Bedeutung und werden global verstanden", begrüßt Dr. Hans-Hermann Hertle vom Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung die Entscheidung.

Das Deutsche Nominierungskomitee für das "Memory of the World"-Programm hatte den Zwei-Plus-Vier-Vertrag und die Dokumente zum Bau und Fall der Berliner Mauer im März 2010 zur Aufnahme in das UNESCO-Register eingereicht. Alle zwei Jahre können UNESCO-Mitgliedstaaten Vorschläge für das Weltregister des Dokumentenerbes einreichen. Zum Dokumentenerbe "Memory of the World" gehören wertvolle Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente aus aller Welt.

Ansprechpartner:

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
Farid Gardizi, Stellv. Pressesprecher
Telefon: 0228-60497-0
E-Mail: gardizi(at)unesco.de

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Hans-Hermann Hertle
Telefon: +49 331 28991 31
E-Mail: hertle(at)zzf-pdm.de

Weitere Informationen:
www.weltdokumentenerbe.de
www.unesco.org/webworld/mow

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