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Pressemitteilung, 15. Juni 2007

Leibniz-Briefwechsel gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe

Internationales Beraterkomitee für das UNESCO-Programm Memory of the World tagte in Pretoria

Das Internationale Beraterkomitee (International Advisory Committee) für das UNESCO-Programm "Memory of the World" hat auf seiner 8. Sitzung vom 11. bis 15. Juni 2007 in Pretoria, Südafrika, über Neueinträge in das UNESCO-Register des Weltdokumentenerbes entschieden. Aus Deutschland wurde der Briefwechsel des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz neu in das Weltregister der UNESCO aufgenommen.

Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, der als Vorsitzender des Deutschen Nominierungskomitees für das UNESCO-Programm "Memory of the World" auch an der Sitzung in Pretoria teilnahm, sagte: "Ich bin besonders glücklich, dass die UNESCO Leibniz ausgewählt hat, da bei ihm von der 'mémoire' die Rede ist, dem kulturellen Gedächtnis, das weltweit in unseren Bibliotheken, Archiven und Museen niedergelegt ist." Das Deutsche Nominierungskomitee hatte Ende März 2006 den Briefwechsel von Gottfried Wilhelm Leibniz zur Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der UNESCO vorgeschlagen.

Der Briefwechsel des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) stellt ein einzigartiges Zeugnis der europäischen Gelehrtenrepublik im Übergang vom Barock zur frühen Aufklärung dar. Er umfasst mit rund 15.000 Briefen an 1.100 Korrespondenten alle wichtigen Bereiche der Wissenschaften.

Die Bedeutung der Korrespondenz liegt in ihrem weltumspannenden Themenspektrum. Sie spiegelt das Hineinwachsen Russlands nach Europa in der Zeit Zar Peters I. ebenso wie den Kulturaustausch mit China wider. Der Briefwechsel stellt ein Gründungsdokument der europäischen Moderne dar und markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung von Technik und Denken der Zeit. Zugleich steht er für die Suche nach der Verbindung westlicher Wissenschaft mit fernöstlicher Denkweise. Leibniz etablierte ein weltweites Korrespondentennetz, das Hannover zu einem Mittelpunkt der wissenschaftlichen Gemeinschaft machte. Die Nominierung zum Weltdokumentenerbe wurde in Zusammenarbeit mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover, eingereicht.

Mit der Aufnahme des Leibniz-Briefwechsels ist Deutschland jetzt mit 10 Einträgen im Memory of the World-Register der UNESCO vertreten (www.unesco.de/mow.html). Seit 1999 gibt es in Deutschland ein Nationalkomitee für das Memory of the World-Programm. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard schon vor einigen Jahren mit dem Vorsitz des Nominierungskomitees beauftragt.

Über die Aufnahme von Dokumenten in das MOW-Weltregister beschließt ein Internationales Beraterkomitee (International Advisory Committee) eine Empfehlungsliste. Dem Beraterkomitee gehören vierzehn Experten an, die vom Generaldirektor der UNESCO berufen werden. Der Generaldirektor der UNESCO entscheidet im Herbst 2007 abschließend über die Neueinträge in das Memory of the World-Register.

Weitere Informationen auf der Website der UNESCO www.unesco.org/webworld/mow

Ansprechpartner:
Dr. Georg Ruppelt, Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, Waterloostraße 8, 30169 Hannover
Tel. 0511-1267-301, Email: direktion(at)gwlb.de

Christine M. Merkel, Referentin für Kultur und Kommunikation/ MOW, Deutsche UNESCO-Kommission, Colmantstraße 15, 53115 Bonn
Tel. 0228-604 97-18, Email: merkel(at)unesco.de


UNESCO aktuell (UA), Pressemitteilungen der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Redaktion: Dieter Offenhäußer, Colmantstraße 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228-60497-11 • E-Mail: offenhaeusser@unesco.de • Internet: www.unesco.de
Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. ist eine vom Auswärtigen Amt
geförderte Mittlerorganisation der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik

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