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Von möglichen Konflikten zum Kooperationspotenzial

Wasser ist seit Jahrhunderten immer wieder Grund für inner- und zwischenstaatliche Spannungen. Da sich die weltweite Nachfrage nach Wasser im 20. Jahrhundert versechsfacht hat und sich in den letzten fünfzig Jahren über 600 konfliktähnliche Vorkommnisse ums Wasser (sieben davon gewalttätig) ereigneten, sagen manche Experten voraus, dass Kriege des 21. Jahrhundert auch wegen Wasser ausgetragen werden könnten.

Über dieses pressewirksame Bedrohungsszenario wird ein anderer Aspekt meist übesehen - Wasser ist vor allem ein Frieden stiftendes Element. Es ist bewiesen, dass Wasser in der Geschichte viel öfter ein Katalysator für die Zusammenarbeit zwischen Staaten und Regionen war als Anlass für Konflikte. Es gibt viele Beispiele für tragfähige Abkommen über gemeinsame Wasservorkommen zwischen Staaten, die aus anderen Gründen kaum verhandeln, wie Indien und Pakistan oder Israel und Jordanien.

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260 Flussgebiete weltweit sind grenzüberschreitend (vgl. Transboundary Freshwater Dispute Database, Oregon State University). 145 Staaten liegen teilweise in grenzüberschreitenden Einzugsgebieten, 21 davon ganz. Daher setzt das Programm "From Potential Conflict to Co-operation Potential" PCCP an der erwiesenen historischen Tatsache an, dass Wasser in konfliktbeladenen Situationen praktische Formen der Zusammenarbeit schaffen kann. Wichtig ist dabei, dass Wasserfragen in nahezu jeden Lebensbereich (Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft, Politik und Kultur) hineinspielen. PCCP möchte durch Kooperationen im Wassersektor zwischenstaatliche Konflikte entschärfen. Die wichtigsten Ansprechpartner von PCCP sind daher nationale Regierungen.

PCCP entwickelt Instrumente, um Wasserkonflikte vorhersehen, vermeiden und lösen zu können. In der PCCP Pilotphase 2001-2003 wurden neben anderen Publikationen Fallstudien erstellt, u.a. zum Aralsee, zum Jordan, zum Mekong, zum Nil und zum Rhein. In einer Fallstudie zum Titicacasee wurde gezeigt, wie entscheidend es für die beiden Anrainerstaaten Bolivien und Peru war, bei der Gründung einer autonomen Wasserbehörde zusammenzuarbeiten. In der zweiten Projektphase von PCCP wurden Konfliktindikatoren, eine online zugängliche Software zur Entscheidungsunterstützung und eine Übersicht nationaler Gesetzgebungen zum Grundwasserrecht entwickelt. Verschiedene Bildungsmaterialien wurden erstellt und  in konkreten Fällen wird technische Unterstützung geboten.

Website des UNESCO-Programms PCCP

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