Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird seit 1998 alle zwei Jahre anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte Anfang Dezember verliehen. Er zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die die Bedeutung der Menschenrechte thematisieren. Da Film und Fernsehen unsere Wahrnehmung besonders beeinflussen, will der Filmpreis über diese Medien das Bewusstsein für die Bedeutung der Menschenrechte in der Öffentlichkeit und der Politik schärfen. 

 
Engagierte Berichterstattung, sachkundige Dokumentation und mutige Kritik in den Medien sind Voraussetzung dafür, dass Regierungen und nichtstaatliche Akteure ihren Verpflichtungen zum Schutz und zur Achtung der Menschenrechte nachkommen. Der Hinweis auf schwere Menschenrechtsverstöße in anderen Ländern ist genauso wichtig, wie sich die Bedeutung der Menschenrechte im eigenen Alltag bewusst zu machen. Zentrale gesellschaftliche Institutionen wie Polizei, Militär, Schule, Kirche, Justiz und Wirtschaft müssen immer wieder neu motiviert werden, die Menschenrechte in ihrer Gesamtheit zu respektieren.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird in fünf Kategorien an Filmproduktionen verliehen, in denen das Thema Menschenrechte inhaltlich wie formal herausragend umgesetzt wird:

  • Profi: Der Preis ermutigt professionelle Filmemacher und Filmemacherinnen , sich mit dem Thema Menschenrechte auseinanderzusetzen. Er bestärkt TV-Journalistinnen und -Journalisten, ihren Bildungsauftrag und ihre Kontrollfunktion wahrzunehmen. Ziel ist, den Stellenwert menschenrechtlicher Themen in den TV-Sendeanstalten aufzuwerten. Nicht nur private, sondern auch öffentlich-rechtliche Sender räumen solchen Beiträgen - wenn überhaupt - nur unattraktive Sendezeiten ein.
  • Amateur: Besonders Jugendliche setzen sich immer wieder engagiert mit Menschenrechtsthemen auseinander. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ermutigt sie, das Thema durch eigene Filmprojekte zu erarbeiten. Dazu bieten die Veranstalter medienpädagogische Unterstützung an. Ein Filmprojekt zu erarbeiten und sich gleichzeitig inhaltlich mit einem eher sperrig wirkenden Thema auseinander zu setzen, stärkt die Medienkompetenz von Jugendlichen.
  • Hochschule: Seit 2006 wird ein Preis für Studenten von Filmhochschulen verliehen.
  • Kurzfilm/Magazin: Seit 2008 wird ein Preis für professionelle Formate mit kurzer Laufzeit verliehen.
  • Bildungspreis: Filme, die sich für die Bildungsarbeit besonders eignen, können seit 2008 einen eigenen Preis erhalten. Die prämierten Filme werden zusammen mit didaktischen Materialien für den Einsatz in Schulen, auf Festivals oder anderen Veranstaltungen der Öffentlichkeit angeboten. Dadurch gibt der Preis wichtige Impulse für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.  

Die Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises findet in Nürnberg statt. Schirmherrin der Verleihung 2006, 2008 und 2010 ist Prof. Jutta Limbach, frühere Verfassungsrichterin und Präsidentin des Goethe-Instituts. Zu den derzeit 17 Veranstaltern des Preises gehört seit dem Jahr 2000 die Deutsche UNESCO-Kommission.

Die DUK organisiert seit 2008 mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, dem Haus der Kulturen der Welt Berlin und weiteren Partnern Filmveranstaltungen in Berlin und Bonn, um den Filmpreis einem größeren Publikum bekannt zu machen. 2010 werden die Filme erstmals auch in Wien und in München gezeigt.

Website des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises

Die Preisträger 2010