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Briefwechsel von Gottfried Wilhelm Leibniz

Der Briefwechsel des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) stellt ein einzigartiges Zeugnis der europäischen Gelehrtenrepublik im Übergang vom Barock zur frühen Aufklärung dar. Er umfasst mit rund 15.000 Briefen an 1.100 Korrespondenten alle wichtigen Bereiche der Wissenschaften.

Porträt von Gottfried Wilhelm Leibniz
© Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Die Bedeutung der Korrespondenz liegt in ihrem weltumspannenden Themenspektrum. Sie spiegelt das Hineinwachsen Russlands nach Europa in der Zeit Zar Peters I. ebenso wie den Kulturaustausch mit China wider. Der Briefwechsel stellt ein Gründungsdokument der europäischen Moderne dar und markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung von Technik und Denken der Zeit. Zugleich steht er für die Suche nach der Verbindung westlicher Wissenschaft mit fernöstlicher Denkweise. Leibniz etablierte ein weltweites Korrespondentennetz, das Hannover zu einem Mittelpunkt der wissenschaftlichen Gemeinschaft machte.

Die Nominierung zum Weltdokumentenerbe wurde in Zusammenarbeit mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover, eingereicht.

Am 1. Juli 2008 fand in Hannover die Überreichung der Urkunde zur Eintragung des Briefwechsels Gottfried Wilhelm Leibniz' in das Register des "Memory of the World" statt. Joachim-Felix Leonhard hielt den Festvortrag.

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