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Das MAB-Programm

Das MAB-Programm der UNESCO hat seit 1971, dem Jahr der ersten Sitzung seines zwischenstaatlichen Steuerungsgremiums, viele entscheidende Impulse zur Erforschung der wichtigsten Ökosystemen weltweit gegeben, z.B. Gebirge, Küsten, Trockengebiete oder Feuchtgebiete. (mehr zur Geschichte)

Neben dem Fokus auf Biosphärenreservate fördert das MAB-Programm auch heute noch die Forschung. Der Ansatz war und ist grundsätzlich interdisziplinär, umfasst also auch sozialwissenschaftliche Arbeiten und hat immer den Menschen als Bestandteil der Biosphäre im Blick. Das MAB-Programm will den Verlust biologischer Vielfalt einschränken, die Bedingungen des menschlichen Lebens und Überlebens verbessern und die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen für ökologische Nachhaltigkeit weiterentwickeln.

Das MAB-Programm leistet wichtige Beiträge zu Ziel 7 der MDGs (ökologische Nachhaltigkeit). Das MAB-Programm leistet auch wichtige Beiträge zur Umsetzung der UN-Umweltübereinkommen, die 1992 auf dem Weltgipfel in Rio de Janeiro beschlossen wurden, vor allem das Übereinkommen über biologische Vielfalt (CBD) und das Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Aktuell stehen, neben den Biosphärenreservaten, für MAB folgende Projekte im Vordergrund:

  • Forschung über die Auswirkung globalen Wandels auf Gebirgsregionen (vgl. GLOCHAMORE).
  • Aufbau von Forschungsnetzwerken für Trockengebiete und feuchte Tropen (vgl. Future of Arid Lands revisited).
  • Sicherung des Bestands wichtiger Populationen von Menschenaffen durch Einbeziehung der Bevölkerung im Great Apes Survival Project (GRASP) von UNESCO und UNEP.
  • Anwendung des Biosphärenreservatskonzepts auf städtische Ökosysteme.
  • Aufbereitung des Stands der Forschung zum Management von Küstengebieten.
  • Aufbereitung des Wissens über Artensterben in der Vergangenheit.
  • Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern aus Entwicklungsländern über die MAB-Young-Scientists Awards (vgl. Liste von UNESCO-Wissenschaftspreisen).
  • Aufbau eines Netzwerks von Ausbildungszentren für Integriertes Ökosystemmanagement, v.a. in der direkten Kooperation von Entwicklungsländern. Eine besondere Rolle spielt die Postgraduiertenschule ERAIFT in der Demokratischen Republik Kongo, mit dem das MAB-Programm seit langem kooperiert. Das jährliche umfangreiche Ausbildungsprogramm CIPSEM an der Technischen Universität Dresden bildet einen weiteren Bestandteil.
  • Stärkung des Erfahrungsaustauschs im Weltnetz der Biosphärenreservate.
  • Einführung von integrierte Planungs- und Monitoringmechanismen für wichtige Ökosystemen ein (Biosphere Reserve Integrated Monitoring, BRIM).

Im Schwerpunkt "Erforschung biologischer Vielfalt und ihrer Schutzmechanismen" (mehr dazu hier) untersucht das MAB-Programm  auch Verbindungen zwischen kultureller und biologischer Vielfalt (Beispiel: das Biosphärenreservat BOSAWAS). Dabei stehen im Vordergrund: heilige Stätten und Kulturlandschaften sowie kulturelle Praktiken, die den Erhalt der biologischen Vielfalt vor Ort sicherstellen.

MAB ist ein zwischenstaatliches Forschungsprogramm und wird durch den MAB-ICC gesteuert.

Weitere Informationen auf der UNESCO-Website:

Mehr zu Forschungsprogrammen zu besonderen Ökosystemen

Mehr zu Biosphere Reserve Integrated Monitoring

Geschichte des MAB-Programms (aus UNESCO heute 2/2007)

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