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Illegaler Handel mit Kulturgut

Der illegale Handel mit Kulturgut ist weltweit ein Problem: Vielfach werden Museen und archäologische Grabungsstätten geplündert und Kulturgüter ins Ausland geschafft. Aber nicht nur dort sind Raubgrabungen ein Problem. Auch in EU-Mitgliedstaaten muss Kulturgut davor geschützt werden, unrechtmäßig in andere Staaten und in den illegalen Handel zu gelangen.

Schätzungen zufolge geht der Umsatz des illegalen Handels mit Kulturgut jährlich in die Milliarden und ist neben dem Handel mit Waffen oder Drogen einer der umsatzstärksten illegalen Märkte der Welt. Der kulturelle Verlust ist unermesslich. Der Wissenschaft und der Öffentlichkeit gehen viele Erkenntnisse und Zusammenhänge verloren.

Die UNESCO-Konvention gegen illegalen Handel mit Kulturgut (1970)

Das bis heute völkerrechtlich wichtigste Instrument zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgut ist das "Übereinkommen über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der unzulässigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut“ der UNESCO von 1970.

Deutschland hat die UNESCO-Konvention gegen illegalen Handel mit Kulturgut als 115. Vertragsstaat am 30. November 2007 ratifiziert. Bereits im Mai desselben Jahres hatte der Deutsche Bundestag das Kulturgüterrückgabegesetz zur Umsetzung der Konvention verabschiedet.

Bericht der Bundesregierung zum Kulturgutschutz

Im April 2013 hat die Bundesregierung ihren ersten "Bericht zum Kulturgutschutz in Deutschland" veröffentlicht. Der Bericht fordert eindeutigere Regelungen bei der Rückgabe illegal nach Deutschland eingeführter Kulturgüter und besseren Schutz für deutsches Kulturgut vor der Ausfuhr ins Ausland. Darüber hinaus hat die Bundesregierung mit den 16 Bundesländern eine Internetseite eingerichtet, um das Bewusstsein für dieses Problem in der Öffentlichkeit zu schärfen und für mehr Transparenz zu sorgen.

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