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Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur Moderne

Haus Citrohan
© Landeshauptstadt Stuttgart

Das architektonische Werk des schweizerisch-französischen Architekten Le Corbusier (Charles-Édouard Jeanneret-Gris, 1887-1965) wurde im Juli 2016 als eine transnationale Serie von 17 Bauten und Ensembles in sieben Staaten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu zählen Gebäude in Argentinien, Belgien, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz sowie zwei Häuser der Weissenhofsiedlung in Stuttgart.

Die ausgewählte Serie steht repräsentativ für das Gesamtwerk Le Corbusiers und stellt seine herausragende Rolle für die Architektur des 20. Jahrhunderts dar. Der außergewöhnliche universelle Wert dieser Stätte gründet in der Auseinandersetzung von Le Corbusier mit den wesentlichen Anforderungen der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts an die Architektur und der Internationalisierung der Architektur in globalem Umfang.

Die in die Welterbeliste aufgenommene Serie von Le Corbusiers Werk umfasst die folgenden 17 Bauten und Ensembles:

1923: Maisons La Roche et Jeanneret, Paris, Frankreich
1923: Petite villa au bord du lac Léman, Corseaux, Schweiz
1924: Cité Frugès, Pessac, Frankreich
1926: Maison Guiette, Antwerpen, Belgien
1927: Häuser der Weissenhofsiedlung, Stuttgart, Deutschland
1928: Villa Savoy et loge du jardinier, Poissy, Frankreich
1930: Immeuble Clarté, Genf, Schweiz
1931: Immeuble locatif à la Porte Molitor, Paris, Frankreich
1945: Unité d'habitation, Marseille, Frankreich
1946: Manufacture à Saint-Dié, Saint-Dié-des-Voges, Frankreich
1949: Maison du Docteur Curutchet, La Plata, Argentinien
1950: Chapelle Notre-Dame-du-Haut, Ronchamp, Frankreich
1951: Cabanon de Le Corbusier, Roquebrune-Cap-Martin, Frankreich
1952: Complexe du Capitole, Chandigarh, Indien
1953: Couvent Sainte-Marie-de-la-Tourette, Eveux, Frankreich
1954-59: National Museum of Western Art, Main Building, Tokio, Japan
1953-65: Centre de recréation du corps et de l'esprit de Firminy-Vert, Firminy, Frankreich

Doppelhaus 'Le Corbusier' in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung, Rathenaustr. 1 und 3
© FLC/ADAGP

Die zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung wurden 1927 anlässlich der Ausstellung "Die Wohnung" des Deutschen Werkbundes erbaut und sollten als Modell für zukünftige Arbeiterwohnungen dienen. Sie gelten heute als Ikonen der Baugeschichte. Le Corbusier setzte dort seine "Fünf Punkte einer neuen Architektur" um. Zentrale Merkmale dieser neuen Architektur sind der Dachgarten sowie der Einsatz von Stützen statt massiver Mauern als tragende Konstruktion, wodurch eine freie Grundriss- und Fassadengestaltung mit einem verschiebbaren Langfenster ermöglicht wurden. Funktionelles Wohnen sollte durch eine Flexibilität in der Innenarchitektur ermöglicht werden.

Die beiden Häuser sind Teil einer über 50 Jahre andauernden "unermüdlichen Suche" von Le Corbusier nach einer neuen Architektursprache mit modernen Bautechniken, angepasst an die sozialen Bedürfnisse des modernen Menschen und der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Seine Werke und funktionelle Theorie der Architektur beeinflussten zahlreiche Architekten und Künstler der Modernen Bewegung zwischen 1910 und 1960 und bis zur heutigen Zeit.

Neben den beiden Häusern Le Corbusiers in der Weissenhofsiedlung ist Deutschland mit den Bauhausstätten in Dessau und Weimar, den Siedlungen der Berliner Moderne und dem Fagus-Werk in Alfeld ein bedeutender Standort für herausragende Bauten der Architektur der Moderne von außergewöhnlichem universellem Wert.

Weitere Informationen

Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier
Informationen auf der Webseite des Welterbezentrums (in englischer und französischer Sprache)

Le Corbusiers Werk erhalten – Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Wie die ausgewählten architektonischen Werke in internationaler Zusammenarbeit erhalten werden sollen, erklären UNESCO-Welterbe Focal Point für Flandern Piet Geylens und Stadtverwaltungsdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart Manfred Kaufmann im Interview.

Friedemann Gschwind

Porträt
Um der Arbeit mit dem Welterbe ein Gesicht zu geben, werden einige Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Welterbegemeinschaft im Rahmen einer Porträtserie vorgestellt. Hier finden Sie das Interview mit Friedemann Gschwind, Beauftragter der Landeshauptstadt Stuttgart für die Weissenhofsiedlung. Zu weiteren Porträts klicken sie hier.

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