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Beschluss zu Dresden

Das Dresdner Elbtal wurde 2009 aus der Welterbeliste gestrichen. Dies hat das Welterbekomitee der UNESCO bei seiner 33. Tagung im spanischen Sevilla am 25. Juni 2009 beschlossen. Dresden war im Juli 2004 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden und stand seit 2006 auf der "Liste des gefährdeten Welterbes".

Dresdner Elbtal
© Stadt Dresden

Im Juli 2006 hatte das UNESCO-Welterbekomitee das Dresdner Elbtal auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Der Grund für diese Entscheidung war die Gefährdung der Kulturlandschaft durch das Bauvorhaben "Waldschlösschenbrücke". In einem unabhängigen Gutachten hatten Experten der RWTH Aachen diese Planung als gravierenden Eingriff in die Kulturlandschaft des Dresdner Elbtals bewertet. Davor hatte sich 2005 bei einem Bürgerentscheid eine Mehrheit der Dresdner für den Brückenbau entschieden.

Auf seiner 31. Tagung 2007 in Christchurch, Neuseeland, sowie auf seiner 32. Tagung 2008 in Québec, Kanada, hatte sich das Welterbekomitee erneut mit Dresden befasst. In seinem Beschluss vom Juli 2008 hatte das Komitee deutlich gemacht: "Wenn die Konstruktion der Brücke nicht gestoppt und der Schaden gutgemacht wird, wird das Dresdner Elbtal 2009 von der Liste des Welterbes gestrichen."

Am 25. Juni 2009 hat das Welterbekomitee der UNESCO auf seiner 33. Tagung in Sevilla über das Dresdner Elbtal erneut verhandelt. Die Beratungen dauerten sechs Stunden. An der Aussprache beteiligte sich die Mehrheit der Komiteemitglieder. Die Entwicklung in Dresden wurde zutiefst bedauert. Das Welterbekomitee habe den Fall jedoch in aller Ausführlichkeit diskutiert. Seit 2006 seien ein Kompromiss und eine einvernehmliche Lösung ohne Erfolg eingefordert worden. In geheimer Abstimmung wurde anschließend über die Streichung des Dresdner Elbtals aus der Welterbeliste entschieden. Sie fiel mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit gegen Dresden aus: 14 der 21 Komiteemitglieder befürworteten die Streichung bei fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Damit hat Dresden seinen Welterbe-Status verloren.

Siehe dazu den Bericht der Beauftragten der Kultusministerkonferenz für das UNESCO-Welterbe Birgitta Ringbeck. Bericht

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