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Porträtserie – O-Töne aus dem Welterbe

Grenzen des Römischen Reiches – Dr. Stephan Bender

Der wirksame Schutz von Welterbestätten sowie die Vermittlung des Welterbegedankens und des außergewöhnlichen universellen Wertes des Welterbes sind nur mit dem engagierten Einsatz der Zuständigen vor Ort sowie auf regionaler und nationaler Ebene möglich. Erfahrene Koordinatoren, Manager, Referenten, Beauftragte und sogenannte Focal Points bilden mit ihren Teams das Herzstück der Aktivitäten an Kultur- und Naturerbestätten. Sie zeigen, dass Welterbe mehr ist als bauliche Substanz, gewachsene Landschaften oder Naturräume – Welterbe ist gelebtes Erbe und tägliche Arbeit.

Aus diesem Grund hat sich die Deutsche UNESCO-Kommission auf die Suche nach O-Tönen aus der vielseitigen Gemeinschaft der mit Welterbe betrauten Expertinnen und Experten in Deutschland begeben und ihnen vier Fragen zu ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und Wünschen gestellt. Diese Kurzinterviews werden im Rahmen einer Porträtserie vorgestellt.

Dr. Stephan Bender

Dr. Stephan Bender ist Limes-Koordinator für Baden-Württemberg beim Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und somit einer der Verantwortlichen für die transnationale, serielle Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches“, zu der neben den seit 2005 anerkannten Teilgebieten des Obergermanisch-Raetischen Limes in Deutschland auch der Hadrianswall (1987) und der Antoninuswall (2008) in Großbritannien zählen.

Sehr geehrter Herr Dr. Bender, seit wann betreuen Sie die Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-Raetischer Limes“ und welchen Hintergrund bringen Sie mit?

Seit 2008 betreue ich den Limes in Baden-Württemberg. Von 2000 bis 2005 war ich in Hessen zuständig für das Projekt Welterbe Limes. Die Arbeiten am Aufnahmeantrag und am Limesentwicklungsplan Hessen standen im Mittelpunkt meiner Arbeit. In Frankfurt am Main und Freiburg im Breisgau habe ich Provinzialrömische Archäologie mit den Nebenfächern Alte Geschichte und Klassische Archäologie studiert.

Bei welcher Einrichtung ist das Management Ihrer Welterbestätte angesiedelt, und was sind Ihre Hauptaufgaben?

Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart ist für diese Aufgabe [innerhalb Baden-Württembergs] verantwortlich. Gemeinsam mit allen Zuständigen bin ich für Schutz, Vermittlung und Forschung koordinierend tätig. Integraler Bestandteil meiner Arbeit ist die Leitung des Limes-Informationszentrums Baden-Württemberg, das in Aalen zusammen mit dem Limesmuseum unter einem Dach angesiedelt ist.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung bei Ihrer Arbeit?

Trotz der Größe der Welterbestätte, der vielen Anrainer, der Instrumentalisierung des Welterbes zu Marketingzwecken und der Nutzung der Landschaft, die durch intensive Landwirtschaft und Bebauung permanentem Wandel unterliegt, muss das Management gelingen. Kurzum: Der Erhalt und die Wahrung der Authentizität des Denkmals sind die Herkulesaufgaben.

Wie arbeiten Sie mit anderen Welterbestätten zusammen, und was würden Sie gerne einmal mit anderen Welterbestätten – oder auch Biosphärenreservaten oder Geoparks – gemeinsam machen?

Das Management des archäologischen Welterbes in Baden-Württemberg ist beim Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart richtigerweise ein eigenes Fachgebiet. Als Leiter des Fachgebiets arbeite ich deshalb eng mit der Kollegenschaft zusammen, die das Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ und das Antragsverfahren „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“ betreut. Mit dem Biosphärenreservat Schwäbische Alb und dem Geopark Schwäbische Alb erarbeiten wir eine Broschüre, die alle UNESCO-zertifizierten Stätten in Baden-Württemberg übersichtlich darstellt.

Zur Porträtserie

(Artikel erstellt am 4. April 2017)

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