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Von Lissabon nach Seoul

Nach gründlichen Vorbereitungen durch mehrere Regionalkonferenzen in allen fünf UN-Regionen und eine Fachkonferenz in Melbourne, Australien, fand vom 6. bis 9. März 2006 die fachpolitische Weltkonferenz über kulturelle Bildung in Lissabon statt. Die Konferenz wurde von der UNESCO in Zusammenarbeit mit der portugiesischen Regierung organisiert. Parallel zum Vorbereitungsprozess auf die Lissabonner Konferenz hat die australische Wissenschaftlerin Anne Bamford im Auftrag der UNESCO eine Studie über den weltweiten Stand der kulturellen Bildung durchgeführt (The WOW-Factor, Waxmann 2006).

Wichtigstes Ergebnis der Lissabonner Konferenz ist der "UNESCO-Leitfaden für kulturelle Bildung. Schaffung kreativer Kapazitäten für das 21. Jahrhundert". Der Leitfaden formuliert eine Reihe von Empfehlungen für UNESCO-Mitgliedstaaten, wie kulturelle Bildung besser gefördert werden kann. Zudem werden vier wichtige Themen identifiziert, die weltweit Bedeutung haben.

  • Wirkung kultureller Bildung
  • Befürwortung kultureller Bildung,
  • Unterstützung kultureller Bildung und
  • Ausbildungsfragen kultureller Bildung.

Deutschland war mit zwei Regierungsvertretern und einer neunköpfigen Expertendelegation sowie weiteren Fachleuten aus Medien und Kulturmanagement mit zahlreichen Beiträgen auf der Lissabonner Konferenz 2006 vertreten.

Seit der 2006er Weltkonferenz erfährt das Thema "Kulturelle Bildung" internationalen Aufschwung. Auf Beschluss der 34. UNESCO-Generalkonferenz wurde das Thema in das Kulturprogramm der UNESCO aufgenommen und in der neuen mittelfristigen Strategie (2008-2013) verankert.

Die Mitglieder der deutschen Lissabon-Delegation sowie weitere Fachexperten aus Kultur, Politik und Bildung haben in den letzten zwei Jahren auf Einladung der Deutschen UNESCO-Kommission eine Arbeitsgruppe des Fachausschusses Kultur gegründet und die in Lissabon erzielten Ergebnisse aktiv in die deutsche und europäische Diskussion eingebracht.

Auf Initiative der Arbeitsgruppe organisierte die Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und der Deutschen UNESCO-Kommission im Mai 2007 in Wildbad Kreuth ein europäisches Expertentreffen zur Evaluationsmöglichkeiten kultureller Bildung. Um die Diskussion fachspezifisch fortzuführen, hat die Deutsche UNESCO-Kommission gemeinsam mit der Hanns-Seidel-Stiftung und in Kooperation mit dem österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, der Österreichischen UNESCO-Kommission und Kulturkontakt Austria die europäische Arbeitstagung "The UNESCO Road Map and its Impact on Europe" (27. bis 29. Mai 2008, Wildbad Kreuth) organisiert.

Im Mai 2010 hatte die südkoreanische Regierung zu einer zweiten Weltkonferenz über kulturelle Bildung nach Seoul eingeladen. Die Konferenz baute auf dem Geist und Zusammenhalt der Lissabonner Konferenz auf und thematisierte die bestehenden Herausforderungen. Kernthemen waren die Umsetzung der Lissabonner Road Map, die sozialen und kulturellen Aspekte von kultureller Bildung sowie die Schaffung gemeinsamer Grundlagen für kulturelle Bildung. Zum Abschluss der zweiten UNESCO-Weltkonferenz zur kulturellen Bildung verabschiedeten die teilnehmenden Experten aus 120 Ländern dazu die Seoul Agenda.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat im Mai 2008 die Broschüre "Kulturelle Bildung für Alle. Von Lissabon 2006 nach Seoul 2010" veröffentlicht. 2010 erschien von der DUK in englischer Sprache die Zeitschrift "UNESCO today. Arts Education for All: What Experts in Germany are Saying".

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