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Kulturelle Bildung für Kulturelle Vielfalt

Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der 70. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat anlässlich ihrer 70. Hauptversammlung am 24. Juni 2010 in Dortmund eine öffentliche Podiumsdiskussion über "Kulturelle Bildung für Kulturelle Vielfalt" veranstaltet. Bildungs- und Kulturexperten diskutierten über die Zukunft der kulturellen Bildung und erörterten die Ergebnisse der UNESCO-Weltkonferenz "Arts Education".

Wissensgesellschaften erfordern komplexes Denken und Handeln. Kulturelle Bildung kann helfen, eine kreative und kulturbewusste Gesellschaft zu formen. Sie bringt Menschen in direkten Kontakt mit Kunst und Kultur. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren erkunden, entdecken und schaffen kulturelle Ausdrucksweisen mit Hilfe kultureller Bildungsangebote. Kulturelle Bildung fördert die persönliche Entwicklung und ermöglicht ein besseres Verständnis für künstlerische und kulturelle Phänomene.

Seit Jahren steigt das Interesse an kultureller Bildung kontinuierlich. Leuchtturmprojekte, Dokumentarfilme und ein immer vielfältigeres Bildungsangebot tragen bundesweit dazu bei, die Menschen mit Kunst und Kultur vertraut zu machen. Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 setzt mit 100 Projekten für Kinder und Jugendliche hier einen deutlichen Schwerpunkt.

Zwei UNESCO-Weltkonferenzen zur kulturellen Bildung im März 2006 in Lissabon und im Mai 2010 in Seoul haben auf internationaler Ebene die politischen Debatten gestärkt.

Podiumsdiskussion

Wie kulturelle Bildung dauerhaft wirken kann, darüber diskutierten Bildungs- und Kulturexperten bei der öffentlichen Veranstaltung "Kulturelle Bildung für Kulturelle Vielfalt".

Zur Eröffnung sprachen Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, und der Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission Walter Hirche.

Brecht Demeulenaere von der belgischen Kulturorganisation Canoon Cuulturcel hielt den einführenden Impulsvortrag: "The True Thoughts Tellers". Unter anderem stellte er neuere Erkenntnisse der Lernforschung und das bildungspolitische Länderexamen zur Optimierung des Angebots von kultureller Bildung in Flandern vor.

Prof. Dr. Max Fuchs und Prof. Dr. Eckart Liebau stellten die Ergebnisse der UNESCO-Weltkonferenzen "Arts Education" in Lissabon (2006) und Seoul (2010) zur Debatte.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren: Prof. Dr. Oliver Scheytt (Geschäftsführer, RUHR.2010 GmbH), Dr. Margarete Schweizer (Kinder zum Olymp, Kulturstiftung der Länder), Lea Jaenicke (Studentin, Absolventin des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur 2006), Rüdiger Quast (Musiklehrer, UNESCO-Projektschule Gesamtschule Schinkel, Osnabrück), Prof. Dr. Eckart Liebau (UNESCO-Lehrstuhl für kulturelle Bildung, Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof. Dr. Max Fuchs (Deutscher Kulturrat / Akademie Remscheid). Moderation: Jörg Stüdemann (Kulturdezernent, Stadt Dortmund).

Durch die Veranstaltung führte Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Resolution verabschiedet

Die 70. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) endete mit der Verabschiedung einer Resolution zur kulturellen Bildung. 

In der Resolution "Kulturelle Bildung für Kulturelle Vielfalt dauerhaft stärken" begrüßt die DUK die Ergebnisse der UNESCO-Weltkonferenz "Arts in Society – Education for Creativity" (Mai 2010, Seoul). Experten aus über 100 Staaten haben in der "Seoul-Agenda" das Ziel formuliert: Kulturelle Bildung soll den Menschen bessere Entwicklungschancen ermöglichen. Die DUK lädt Bund, Länder und Kommunen sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen ein, die auf der Weltkonferenz formulierten Ziele zur kulturellen Bildung zu berücksichtigen. Kulturelle Bildung trägt wesentlich zur Persönlichkeitsbildung bei. Die DUK unterstützt den Vorschlag der Bundesweiten Koalition für Kulturelle Vielfalt, in einem mehrjährigen bundesweiten Modellversuch zur Erprobung unterschiedliche Formate von kultureller Bildung in allen Bereichen der Bildung zu entwickeln.

Sie begrüßt die Entscheidung der Kultusministerkonferenz vom 4. März 2010, "Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf" zum Schwerpunktthema des Bildungsberichts 2012 zu machen. Die DUK appelliert an Bund und Länder und an die Partner aus den Bereichen Kultur, Bildung und Jugend, die Prioritäten zur Förderung der nächsten kreativen Generation in der Europäischen Union (EU-Ratsschlussfolgerungen vom 27. November 2009) weiter umzusetzen. Die DUK bittet Bund und Länder, sich aktiv dafür einzusetzen, im neuen Förderprogramm ab 2014 ein EU-Gemeinschaftsinstrument "Kulturelle Bildung für Kulturelle Vielfalt" mit zu verankern. Dieses Programm soll "die Bereiche Kultur, Bildung und Jugend auf innovative Weise miteinander verknüpfen".

Resolution          Programm          Website Kulturelle Bildung

Weitere Informationen
Kulturelle Bildung gewinnt weltweit an Bedeutung

Experten aus 120 Staaten haben sich im Mai 2010 in Seoul darauf verständigt, die Bedeutung kultureller Bildung als Grundlage von Lernen und Forschen neu zu bewerten. Die zweite UNESCO-Weltkonferenz "Arts Education" hat als Zielsetzung in der Seoul-Agenda formuliert: Kulturelle Bildung soll den Menschen bessere Entwicklungschancen eröffnen. mehr...
 

UNESCO heute Themenheft

"Kulturelle Bildung für Alle" ist Thema der aktuellen Ausgabe von UNESCO heute, der Zeitschrift der Deutschen UNESCO-Kommission. Das Heft versammelt deutsche Fachbeiträge zur kulturellen Bildung und präsentiert dreißig Praxisbeispiele:
"Arts Education for All: What Experts in Germany are Saying"

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