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Innerstaatliches Umsetzungsverfahren in Deutschland

Mit dem Beitritt zum UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes hat sich Deutschland verpfichtet, ein Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes zu erstellen. Die Auswahl für das bundesweite Verzeichnis erfolgt in einem vierstufigen Verfahren:

1. Stufe

Ausschreibungsverfahren der Länder auf der Grundlage einheitlicher Bewerbungsunterlagen mit Kriterienkatalog (im 2. Durchgang Bewerbung vom 2. März bis 30. Oktober 2015)

Filterung und Weiterleitung von jeweils vier der bei den einzelnen Ländern eingegangenen Vorschlägen an das Sekretariat der KMK (im 2. Durchgang bis Mitte April 2016)

2. Stufe   

Zusammenführung der Vorschlagslisten der Länder durch das Sekretariat der KMK (eine Liste mit bis zu 64 Vorschlägen) zur Beratung und Beschlussfassung durch den KMK-Kulturausschuss

3. Stufe

Evaluierung der Vorschläge der KMK durch das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe bei der DUK nach sachlichen und objektiven Kriterien

a) Auswahl von Vorschlägen lebendigen kulturellen Erbes für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis;

b) Auswahl von Vorschlägen lebendigen kulturellen Erbes aus dem bundesweiten Verzeichnis für die internationalen Nominierungen an die UNESCO ("Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit" und "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes");

c) Auswahl von Projekten, Programmen und Tätigkeiten für das internationale "Register guter Praxisbeispiele"

4. Stufe

Übermittlung der Auswahlempfehlungen des Expertenkomitees an die KMK und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur staatlichen Bestätigung (im 2. Durchgang voraussichtlich im Februar 2017)


Erst wenn das innerstaatliche Auswahlverfahren abgeschlossen ist, kann eine kulturelle Ausdrucksform für eine der UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes bzw. für das Register guter Praxisbeispiele nominiert werden. Damit beginnt das internationale Anerkennungsverfahren:

5. Stufe

Weiterleitung der Vorschläge zur Einschreibung in die "Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit", die "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes" und das "Register guter Praxisbeispiele" auf dem Dienstweg (Auswärtiges Amt) an die UNESCO

6. Stufe

Entscheidung über Aufnahmen in die internationalen Listen bzw. das Register durch den Zwischenstaatlichen Ausschuss zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der UNESCO

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