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Hinweise zu Begrifflichkeiten

Immaterielles Kulturerbe ist nicht "Weltkulturerbe".

Als Immaterielles Kulturerbe werden lebendige Traditionen, Ausdrucksformen, menschliches Wissen und Können sowie darstellende Künste in aller Welt dokumentiert und sollen von den jeweiligen Gemeinschaften mit Unterstützung der Staaten und der UNESCO erhalten werden.

Als Welt(kultur)erbe gelten im Gegensatz dazu ausschließlich Baudenkmäler, Stadtensembles sowie Kultur- und Naturlandschaften.

Die beiden Begriffe basieren auf zwei unterschiedlichen UNESCO-Übereinkommen: Das immaterielle Kulturerbe basiert auf dem "UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes", das die internationale Staatengemeinschaft 2003 beschlossen hat. Mit dem Übereinkommen wird den vielfältigen gelebten Traditionen internationale Aufmerksamkeit geschenkt. Nach der Aufnahme in ein nationales Verzeichnis können einzelne Traditionen für internationale Listen nominiert werden, wenn sie die entsprechenden Kriterien erfüllen.

Die Elemente der Repräsentativen Liste der UNESCO werden als "Immaterielles Kulturerbe der Menschheit" und nicht als "Weltkulturerbe" bezeichnet. Grundvoraussetzung für die Anerkennung einer Stätte als Welterbe ist, dass sie von außergewöhnlichem universellem Wert sein muss. Für die Aufnahme einer kulturellen Ausdrucksform in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit bestehen andere Aufnahmekriterien. Anders als die Welterbeliste, die auf Exklusivität beruht, ist das Wesen der Repräsentativen Liste vielmehr inklusiv.

Dem "UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" ist Deutschland bereits 1976 beigetreten. Danach gelten als Weltkulturerbe Baudenkmäler, Stadtensembles und Kulturlandschaften, aber auch Industriedenkmäler und Kunstwerke wie Felszeichnungen von besonderem Wert für die Menschheit. Das Weltnaturerbe umfasst u. a. Naturlandschaften und Schutzreservate für Tiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind, geologische Formationen und physikalische und biologische Erscheinungsformen, die von besonderem Wert für die Menschheit sind.

Zwischen Kultur- und Naturerbe, Kulturlandschaften, Dokumentenerbe ("Memory of the World") und kulturellen Ausdrucksformen bestehen vielfache Wechselwirkungen. Durch Erhaltung soll dieses Erbe in die Gegenwart transportiert werden, d.h. für uns - heute - relevant und "nutzbar" gemacht werden. Das Wissen der Menschheit aus verschiedenen Kulturen wird gesammelt und an zukünftige Generationen weitergegeben. Schulprogramme (z.B. denkmal aktiv), der Tourismus sowie die tragenden Akteure eines Kulturerbes und NGOs unterstützen die Einbeziehung der Erbeformen in den Alltag der Menschen. Einer Musealisierung wird so entgegengewirkt.

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