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Aufnahmeverfahren

Prozess für die Anerkennung einer kulturellen Ausdrucksform als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland

Die Erstellung eines Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes ist ein mehrstufiges Verfahren, an dem die Bundesländer, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission beteiligt sind.

Vom 1. April bis 30. Oktober 2017 lief die dritte Vorschlagsrunde für das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen, die eine kulturelle Ausdrucksform im Sinne des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes praktizieren, konnten sich in ihrem Bundesland mit einem bundesweit einheitlichen Bewerbungsformular (Merkblatt zum Bewerbungsverfahren) um die Aufnahme bewerben.

Jedes Bundesland trifft im Anschluss eine Vorauswahl aus den eingegangen Vorschlägen und kann bis zu vier Vorschläge an die KMK übermitteln. Die gesamte Vorschlagsliste wird an das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe der DUK weitergeleitet. Das unabhängige Expertenkomitee prüft und bewertet die Dossiers nach fachlichen Kriterien im Sommer 2018. Die KMK und der BKM bestätigen abschließend die Auswahlempfehlungen des Expertenkomitees. Alle Einträge werden dann auf der Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission veröffentlicht.

Bitte beachten Sie:

  • Es können nur diejenigen Bewerbungen berücksichtigt werden, bei denen die Erhaltung und Weitergabe des lebendigen kulturellen Erbes durch seine Träger ersichtlich ist.
  • Gruppen, Gemeinschaften und Einzelpersonen können nur dann eine Bewerbung einreichen, wenn mit der Ausübung und Pflege des immateriellen Kulturerbes nachweislich nicht vorrangig kommerzielle Interessen verfolgt werden.
  • Für die Bewerbung ist ein einheitliches Bewerbungsformular zu verwenden. (Merkblatt zum Bewerbungsverfahren)
  • Außerdem sind zwei fachliche Begleitschreiben beizufügen, die nicht mehr als 5.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen dürfen (Hinweise für die Verfasser/innen von fachlichen Begleitschreiben).

Das von der Gemeinschaft oder einem/r Vertreter/in vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular muss in zweifacher Ausführung (einmal ausgefüllt im PDF-Format und einmal im Original mit Unterschrift eingescannt im PDF- oder JPG-Format) gemeinsam mit den exakt zwei Empfehlungsschreiben (im DOC- oder PDF-Format) und exakt 10 Fotos sowie ggf. Film- und/oder Tondokumenten (Anforderungen im Merkblatt) elektronisch an die jeweilige im Bundesland benannte Stelle eingeschickt werden.

Muster-Bewerbungsdossiers aus dem 1. Bewerbungszyklus:

Die Bewerbergruppen haben Ihr Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben. Diese drei Anschauungsexemplare sollen in der laufenden Runde als Unterstützung und Anregung dienen, wie man präzise und gehaltvoll auf die Fragen des Bewerbungsformulars antworten kann. Wichtig: Bitte koopieren Sie keine Texte aus den Dossiers, sondern finden Sie die für Ihre Kulturformen passgenauen Antworten. Bitte beachten Sie außerdem, dass sich die Reihenfolge der Punkte im Bewerbungsformular sowie einige Fragestellungen in der aktuellen Fassung unterscheiden.

Die Erstellung eines Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes sowie seine stete Aktualisierung sind Verpflichtungen, die Deutschland mit dem Beitritt zum UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes übernommen hat.

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